(openPR) In einer international viel beachteten Premiere an der Bayerischen Staatsoper München hat Nadja Michael ihr Triptychon der großen „mörderischen“ Hauptpartien gekrönt: Als Lady Macbeth knüpft sie nahtlos an ihre Erfolge der letzten Saison als Salome (Royal Opera House Covent Garden) und vor allem als Médée (Théâtre de la Monnaie, Brüssel) an. Verdis Opernthriller „Macbeth“ läutete auch die Intendanz von Nikolaus Bachler ein, der Martin Kušej zu seinem Münchner Debüt als Opernregisseur verhalf. Die musikalische Leitung der Aufführungsserie lag in den Händen von Nicola Luisotti.
Im Mittelpunkt der Produktion stand eine „Lady Macbeth to die for“ (Bloomberg News), „denn Nadja Michael war eine Lady Macbeth von bravouröser Musikalität und explosiver darstellerischer Intensität, mit der sie sämtliche von der Inszenierung an sie gestellten, mitunter beinah schon akrobatischen Auflagen erfüllte“ (Der Standard). „Nadja Michael war eine mit jeder Faser ihres Körpers vibrierende Lady und füllte deren Ehrgeiz und Wahnsinn auch stimmlich, trotz angesagter Indisposition, höchst glaubwürdig aus“, unterstreicht die Frankfurter Rundschau. „Dass Maria Callas einst in dieser Rolle triumphierte, ist dieser Sängerin mehr als bewusst: Mit großer Intelligenz formt Michael die Phrasen.“ (Süddeutsche Zeitung) Als „ein Elementarereignis“ empfand auch die Münchner AZ diese Lady, „die machtberauscht im Lüster turnt und ihren Blues nachtwandelnd mit Schnaps und Zigarette ertränkt … Ihre Präsenz erwächst aus dem Widerspruch zwischen ihrer zerbrechlichen Rothaarigkeit und der mächtigen schneidenden Stimme.“ Folgeaufführungen sind 2009 für März, April bzw. im Juli zu den Münchner Opernfestspielen geplant.
Die nächste Premiere der neuen Spielzeit führt Nadja Michael in einer ungewöhnlichen Doppelrolle als Venus und Elisabeth in Wagners „Tannhäuser“ an die Deutsche Oper Berlin (30. November 2008, Regie: Kirsten Harms, Musikalische Leitung: Ulf Schirmer). Danach wird die Sängerin am Royal Opera House Covent Garden die Rolle der Marie/Marietta in Korngolds „Die tote Stadt“ verkörpern. Mit Nicola Lusiotti wird sie beim kommenden Maggio Musicale in Florenz die Urfassung von Verdis „Macbeth“ aus der Taufe heben. In „Salome“, der ersten Neuproduktion des Dirigenten in seiner Eigenschaft als Generalmusikdirektor der San Francisco Opera, übernimmt Nadja Michael im Oktober 2009 die Hauptrolle. Damit steht der Sopranistin ein internationales, künstlerisch sehr spannendes Jahr bevor.
Weitere Informationen und Termine unter www.nadja-michael.de





