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Aktuelle Ausstellung - Von der „preußischen Sahara“ zum „Land der Wunder“

13.11.200809:12 UhrKunst & Kultur
Bild: Aktuelle Ausstellung - Von der „preußischen Sahara“ zum „Land der Wunder“

(openPR) Ein Hauch Europa weht durch die neue Kunsthalle in Willingshausen; die Vorbereitungen für die Ausstellung „Begegnung zweier Künstlerkolonien“ läuft auf Hochtouren. Ab dem kommenden Samstag (15.11.2008) werden auf Initiative der Künstlerin Ingrid Kaftan aus Cölbe-Schönstadt ca. 80 Werke aus der Sammlung der litauischen Künstlerkolonie zu sehen sein.



Malerkolonie Königsberger Künstler
Nidden (jetzt Nida), ein Ort auf der Kurischen Nehrung in Litauen war einst – wie Willingshausen – eine bekannte Künstlerkolonie. Während Willingshausen schon in der frühen ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt wurde, ist Nidden erst in der zweiten Hälfte entdeckt worden. So besuchte z. B. Lovis Corinth (1858 – 1925) in seiner Studienzeit an der Königsberger Akademie (1876 – 1879) die kurische Halbinsel und kam 1880 noch einmal wieder. Auf Einladung des in Gumbinnen geborenen Malers und Poeten Heinrich Krüger kam 1888 Ernst Bischoff-Culm nach Nidden, der in der Folgezeit großen Einfluss in der Künstlerkolonie hatte. Was der Haase-Gasthof in Willingshausen war, wurde das Hotel Blode für Nidden. 1905 kam Hans Kallmeyer (1882 – 1961) zum ersten Mal nach Nidden. Nach seinem Studium verbrachte er zwischen 1911 und 1944 immer den Sommer malend auf der Nehrung.

Hochblüte der freien Kunst in den 20er und 30er Jahren
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Nidden ein bevorzugter Erholungs- und Schaffensplatz für deutsche Künstler und Intellektuelle. Die gemalten Landschaften von Bischoff-Culm waren Inspiration für den Expressionisten Max Pechstein (1881 – 1955), der diese Bilder in einer Ausstellung in Berlin gesehen hatte und darauf hin Nidden besuchte. Viele seiner expressionistischen Bilder entstanden in Nidden. 1913 kam Karl Schmidt-Rottluff (1884 – 1976). Es entstanden heiße Diskussionen zwischen den Anhängern des Impressionismus und denen des Expressionismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg siegte der Expressionismus. Dank der Bemühungen von Ernst Mollenhauer (1892 – 1963), der das Hotel Blode übernahm (Schwiegersohn) blühte die Kolonie in den 20er und 30er Jahren wieder auf. Der Geist der „Freien Kunst“ war lebendig in Nidden, im Gegensatz zu Deutschland, wo sich ab 1933 eine Kampagne der Nationalsozialisten gegen die moderne Kunst richtete, die sie „entartete Kunst“ nannten.

Sommerhaus von Thomas Mann in Nidden
1929 kam Thomas Mann als wohl bekanntester Gast nach Nidden. Fasziniert von der Landschaft ließ er sich ein Sommerhaus bauen, was heute als Thomas-Mann-Museum genutzt wird. Nidden, das im 19. Jahrhundert als „preußische Sahara“ bezeichnet wurde, stieg im 20. Jahrhundert auf zum „Malerparadies“ und „Land der Wunder“. Ernst Mollenhauer, der nach dem Krieg in Deutschland lebte, schrieb über Nidden: „Dies ist eine Landschaft für Maler – voller Licht und Weite, Wasser und Sonne. (…) Nidden war ein Treffpunkt für Künstler und alle, die die Erfahrung einer unberührten Natur suchten und jegliche Art von Tumult hassten.“

Der Krieg unterbrach die Künstlerkolonie
Nach Kriegsende war die Existenz der Künstlerkolonie unterbrochen. Die umfangreiche Gemäldesammlung im Hotel Blode verschwand. Ab 1957 brachten die Kunstprofessoren Litauens ihre Studenten für das Sommerpraktikum wieder nach Nidden. Seit 1995 organisiert der Künstler Saulius Kruopis jedes Jahr im September ein internationales Plein-air-Treffen „Expressionismus in Nida“. Im Jahr 1999 wurde die Kunstvereinigung TILTAS (Brücke) gegründet, der Grundstock für eine Sammlung wurde gelegt, die mittlerweile schon ca. 500 Gemälde und Grafiken umfasst. Ca. 80 Bilder werden in Willingshausen vom 15. November bis zum 21. Dezember 2008 zu sehen sein.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Dienstag – Sonntag 14 – 17 Uhr und Samstag/Sonntag auch 10 – 12 Uhr.
Weitere Informationen auch unter www.malerkolonie.de

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