(openPR) 04. Maerz 2004 - Zu den Arbeitsmarktzahlen fuer Februar 2004 erklaert der wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Klaus Brandner:
Wegen des harten Winters hat die Arbeitslosigkeit im Februar zwar etwas zugenommen, der Anstieg fiel jedoch schwaecher aus als im Vorjahr. 4,64 Millionen Arbeitslose bedeuten einen Rueckgang gegenueber dem Vorjahr um 70.000, ohne die statistischen Aenderungen ergaebe sich noch ein minimales Plus von rund 23.000. Die gewaltige Verbesserung zeigt sich bei einem kurzen Rueckblick bis April 2003. Zum Tiefpunkt dort lag die Arbeitslosigkeit um 471.000 ueber dem Vorjahr, sodass wir Monat fuer Monat eine Verbesserung um etwa 40.000 Arbeitslose haben. Hoechstwahrscheinlich werden wir schon im naechsten Monat auch unter Einschluss der Statistikaenderung den Vorjahresstand unterschreiten.
Die Verbesserung verteilt sich relativ gleich auf Ost und West, besonders erfreulich ist der Rueckgang der Jugendarbeitslosigkeit um 8,9 Prozent.
Die Konjunktursignale stehen eindeutig auf Gruen, auch das Konsumklima hat sich verbessert und die Einzelhandelsumsaetze sind gestiegen. Am Wichtigsten ist jedoch das Plus bei den privaten Investitionen. Damit entstehen zumindest in Teilbereichen neue Arbeitsplaetze. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Zunahme bei den offenen Stellen um gut zehn Prozent auf 309.000. Dabei gilt weiterhin, dass nur etwa ein Drittel der Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet sind.
Die Perspektive ist guenstig. Bei anziehender Konjunktur werden sich auch die Arbeitsmarktreformen noch deutlicher auswirken. Mit unseren Gesetzen zur Arbeitsmarktreform ist die Beschaeftigungsschwelle gesunken. Das heisst: In Deutschland entstehen Arbeitsplaetze nicht mehr erst ab einem Wachstum von zwei Prozent, sondern schon bei 1,5 Prozent oder noch weniger.










