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Energieeffizienz als Chance - Industrie und Gewerbe können neue Ressource heben

12.11.200810:29 UhrEnergie & Umwelt
Bild: Energieeffizienz als Chance - Industrie und Gewerbe können neue Ressource heben
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Wir müssen die mittelständischen Unternehmen auf den Effizienz-Trip bringen. Investitionen in Energieeffizienz bringen eine hohe Kapitalverzinsung“.
NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben: „Wir müssen die mittelständischen Unternehmen auf den Effizienz-Trip bringen. Investitionen in Energieeffizienz bringen eine hohe Kapitalverzinsung“.

(openPR) Bad Salzuflen. Steigende Energiepreise und ein verändertes Bewusstsein für die ökologische Verantwortung von Unternehmern lassen eine neue Ressource kontinuierlich an Bedeutung gewinnen: Energieeffizienz wird für Industrie und Gewerbe mehr und mehr zum Thema. Das ist die Quintessenz des 5. Energieforums Ostwestfalen-Lippe, das in diesem Jahr erstmals als Europäischer Kongress stattfand.



Die Botschaft des hochkarätig besetzten Podium an die heimische Wirtschaft lautete: Energieeffizienz bringt Einsparungen bei der Produktion, erhöht die Marktfähigkeit der eigenen Produkte und kann sogar zur Erschließung neuer Märkte führen. Diese Chancen dürfe sich insbesondere der Maschinenbau nicht entgehen lassen. Aber auch andere Branchen bis hin zur Bauwirtschaft und dem Handwerk könnten von Effizienzgewinnen profitieren. Stephan Kohler, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena) forderte gar „innerbetriebliche Energiemanager“ auszubilden oder einzustellen.

Politische Unterstützung kommt bei diesem Thema aus Brüssel. Mechtild Rothe, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Energieexpertin der SPD, wies darauf hin, dass die EU nicht nur Erneuerbare Energien fördere und bis 2020 den CO2 –Ausstoß deutlich senken wolle. Auch die Energieeffizienz von Geräten, Gebäuden und Produktionsprozessen solle bis dahin um 20 Prozent gesteigert werden. Erste Mitgliedsstaaten hätten bereits 2007 dazu konkrete Aktionspläne vorgelegt.

Wie dieses Ziel erreicht werden kann, erläuterte Patrick Lambert, Direktor der Agentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation der Europäischen Kommission. Das Programm „Intelligent Energy Europe“ stelle von 2007 bis 2013 mehr als 700 Millionen Euro für Projekte in diesem Bereich zur Verfügung. Denn: „Europa muss wettbewerbsfähiger und innovativer werden.“ Erfolge seien bereits jetzt, im zweiten Jahr des EU-Förderprogramms, zu verzeichnen. Als Beispiel nannte er unter anderem die österreichische Firma EPCOS. Diese habe 135.000 Euro in die Verbesserung ihrer Energieeffizienz investiert. Dadurch spare sie jetzt jährlich 153.000 Euro – eine Amortisationszeit von deutlich unter einem Jahr. Lambert forderte die Unternehmen auf, Ideen für mehr Energieeffizienz zu entwickeln und Förderanträge schon für 2009 zu stellen. Dazu seien allerdings Partner aus zwei weiteren EU-Staaten nötig.

Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe zu Detmold, war sich sicher: „Energie wird in Zukunft tendenziell teurer. Damit gewinnt Energieeffizienz in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung. Unsere Unternehmen in Ostwestfalen-Lippe – insbesondere die Maschinenbauer – sind dafür prädestiniert, an diesen Märkten international teilzunehmen.“ Gleich nebenan, beim Forum Maschinenbau, bestätigte Frank Steiniger von der Steinbach AG diese Einschätzung. Das Detmolder Unternehmen produziert Paneele, die die Abstrahlwärme bei Prozessanlagen deutlich reduzieren. „Wir sind eigentlich im Fahrzeugbau zuhause. Aber da hat sich uns ein ganz neuer Markt erschlossen“, gibt sich Steiniger zufrieden.

Doch noch scheint viel zu tun. Arnold Drewer, Inhaber der Paderborner InnoDämm, eines Spezialisten für innovative Gebäudedämmung, goss Wasser in den Wein: „Energieeffizienz durch Wärmedämmung ist bis heute völlig unterbelichtet – auch bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Und auch die Handwerker haben sich diesem Thema noch nicht wirklich geöffnet. Echte Spezialisten gibt es kaum.“

Deshalb müsse beim Thema Energieeffizienz nicht nur in innovative Maschinen sondern auch in Köpfe investiert werden, forderte Klaus Meyer, Geschäftsführender Vorstand des Vereins Energie Impuls OWL. Er warb für verstärkten Knowhow-Transfer und die Bildung von Netzwerken. An dieser Stelle ging das Energieforum selbst mit gutem Beispiel voran: Nach der Podiumsveranstaltung gab es am zweiten Tag zwölf Workshops aus der Praxis für die Praxis. Die Themenpalette reichte dabei von der Mitarbeiterkompetenz über Investitionsstrategien bis zum internationalen Vertrieb energieeffizienter Antriebstechnik.

Für Sorgenfalten bei einigen Teilnehmern des Energieforums OWL sorgte die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise. Natürlich seien Investitionen in höhere Energieeffizienz sinnvoll und amortisierten sich zumeist in wenigen Jahren. Aber trotzdem wollten auch diese Investitionen erst einmal finanziert sein. Und das falle trotz aller Förderprogramme in Krisenzeiten manchen Unternehmen schwer.

Diesen Zusammenhang stellte Prof. Dr. Gerhard Berz von der Ludwig-Maximilians-Universität München nicht in Abrede. Und doch hielt er eindrücklich fest, dass gehandelt werden müsse – aus klimatischen, moralischen und letztlich auch wirtschaftlichen Gründen. Denn nicht zu handeln, werde deutlich teurer sein, als durch Energieeffizienzmaßnahmen den Treibhauseffekt zu zügeln. Konkret: Wenn sich die Durchschnittstemperatur nur um 1,5 Grad erhöhe, würden aus Unwetterkatastrophen, die statistisch jetzt nur alle 75 Jahre geschähen, Drei-Jahres-Ereignisse. Sein Resümee: „Wir veranstalten ein klimatisches Experiment auf der Erde, wie es die Menschheit noch nie erlebt hat – mit Auswirkungen, über die wir nur spekulieren können.“

Weitere Informationen unter: www.energieforum-owl.com

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