(openPR) EnOcean präsentiert die neue Plattform für energieautarke Sensoren und drahtlose Sensornetze
Oberhaching bei München, 11. November 2008 - EnOcean launcht die Dolphin-Systemplattform für energieautarke Funksensoren und setzt damit auf der electronica 2008 völlig neue Maßstäbe für drahtlose Sensornetze. Dolphin ermöglicht energieautarke Aktoren, bidirektionale Kommunikation energieautarker Sensoren und innovative Routing-Konzepte und bildet so das Fundament für eine Vielzahl neuer Produkte und Applikationen.
EnOcean Dolphin: Mit der zukunftsweisenden und flexiblen Systemarchitektur startet der branchenübergreifende Einsatz der EnOcean-Funktechnik
Die Dolphin-Systemarchitektur ist modular aufgebaut. Der modulare Aufbau erlaubt eine bedarfsgerechte Auslegung und fortlaufende Optimierung von zentralen Systemeigenschaften wie dem Energiebudget, den Peripheriefunktionalitäten und der Funkkommunikation. So ist beispielsweise die Länge der Funktelegramme dynamisch auf den jeweils zu übertragenden Dateninhalt minimiert, und bei der Programmierung werden nur die jeweils tatsächlich vom Nutzer benötigten Software-Funktionsblöcke im Speicher abgelegt.
Die EnOcean-Funktechnik wird bereits heute zur drahtlosen Anbindung hunderttausender energieautarker Sensoren genutzt. Der Fokus liegt dabei auf energieautarken Sensornetzen im Gebäude. Die Dolphin-Systemarchitektur wurde entwickelt, damit herstellerübergreifende Systeme den ständig wachsenden Anforderungen unterschiedlichster Anwendungen gerecht werden und in ihren Funktionalitäten entsprechend mitwachsen. Der Einzug in neue industrielle Steuer- und Automatisierungssysteme und die Erweiterung bestehender Applikationen zur Energieeinsparung, zur Steigerung von Komfort und Sicherheit, zur Zugangskontrolle und zur Verbrauchsdatenerfassung im Gebäudebereich ist mit dem Launch der Dolphin-Plattform in vollem Gange. Dabei ist die Dolphin-Systemarchitektur durch die Modularität auch für die bedarfsgerechte Realisierung zukünftiger Systemerweiterungen wie Encryption oder Meshnet-Routing bestens vorbereitet.
EnOcean Dolphin: Die Elektronik-Module
Die Dolphin-basierten Module ermöglichen die bidirektionale Kommunikation energieautarker Sensoren. Die Flagschiffe der Dolphin-Systemplattform sind die Module TCM 300 und das STM 300. Das bidirektionale Plug&Play-Modul TCM 300 ist das neue Transceivermodul für EnOcean Funksysteme. Die gegenüber seinem Vorgänger reduzierte Versorgung des TCM 300 (2.5 V-3.3 V, Empfangsbetrieb [Rx] rund 30 mA, Sendebetrieb [Tx] rund 15 mA) senkt die Kosten für das Netzteil und vor allem deutlich den Energieverbrauch im Standby (rund 50 Prozent). Gegenüber seinem Vorgänger STM 110 ermöglicht der 10 bit AD-Wandler eine höhere Messgenauigkeit und eine vierfach höhere Auflösung für Sensoren. Eine optionale Repeaterfunktion, die über einen Anschlusspin einschaltbar ist, bewirkt die Reduktion benötigter Systemkomponenten und erlaubt eine leichte Inbetriebnahme. Das Modul ist dank seines Mini-Betriebssystems und der neuen API in der Anwendung und auch im Feld sehr einfach programmierbar. Beispielsweise kann es während der Installation oder im Betrieb durch neue Software-Updates umparametriert werden, da der Prozessor des Moduls - auch „in-system“ - programmierbar ist. Da komplexe Softwarefunktionen wie z.B. das SMART ACK (Bidirektionalität), die Verschlüsselung und das Routing als fertige Makros eingebunden werden, kann die Interoperabilität der Endgeräte gewahrt bleiben und der Time-to-Market verkürzt sich. Zudem bietet das Modul mehrere vorprogrammierte Betriebsmodi für Schalt- und Dimmvorgänge. Zur Integration in eine externe Logik oder zur Anbindung an ein Automationssystem ist eine bidirektionale, serielle Schnittstelle implementiert.
Das STM 300 ist das bidirektionale EnOcean-Modul für energieautarke Geräteanwendungen. Das STM 300 unterscheidet sich vom TCM 300 durch sein umfassendes Energiemanagement zur Versorgung des Moduls mittels Kleinstwandlern aus beispielsweise Temperaturunterschieden, Rotation, Licht oder Vibration. Integrierte zentrale Schaltungsteile sind hierbei die ultra-low-power Wake-Schaltung, der Schwellwertschalter und die Spannungsbegrenzung. Ebenso wie sein Vorgänger STM 110 bietet das STM 300 standardmäßig bereits mehrere Plug&Play-Betriebsgrundfunktionen. Damit entfällt die Notwendigkeit das STM vor Inbetriebnahme zu programmieren. Dies sind drei Analogeingänge, vier Digitaleingänge, konfigurierbare Wake- und Präsenzzyklen und Wake-up Pins.
Die Dolphin-Systemarchitektur mit den neuen Modulen TCM 300 und STM 300 ist eine Erweiterung der bisherigen EnOcean Systemarchitektur und damit vollständig rückwärtskompatibel zu bisherigen EnOcean-Produkten und Installationen. Mit der neuen Plattform hat das Unternehmen auch den EnOcean-Funkstandard weiterentwickelt und neuen Raum für innovative, herstellerunabhängige Lösungen geschaffen. Dolphin ist die ideale technische Systemplattform für eine weltweite Standardisierung, da Interoperabilität, Rückwärtskompatibilität, höchste Flexibilität und Zukunftssicherheit gefordert sind und hierdurch erfüllt werden.
Neue Software und neue Entwicklungsumgebung
EnOcean bietet mit den neuen Modulen ein Betriebssystem mit Programmierschnittstelle (API), die das Schreiben anwenderspezifischer Programme in der Hochsprache C ermöglicht. Die API bietet neben dem Protokollstack für den EnOcean Funk viele leistungsfähige Funktionen, beispielsweise für die Kontrolle des Energiemanagements, die Nutzung der digitalen oder analogen I/Os, den Zugriff auf das FLASH und das dauerversorgte RAM0 sowie die Steuerung der Timerfunktionen.
EnOcean erweitert die API um die leistungsstarke Entwicklungsumgebung Dolphin-Studio. Sie dient der Konfiguration der verschiedenen API-Module und sorgt für kurze Entwicklungszeiten. Das in Dolphin-Studio integrierte Kommandozeilenprogramm, das die Steuerung des Programmiervorgangs übernimmt, lässt sich zudem leicht in die Fertigungs- und Prüftechnik implementieren.
Energieautarke und drahtlose Aktoren
EnOcean realisiert mit den Dolphin-basierten Modulen nun auch energieautarke Aktoren. Diese Aktoren werden beispielsweise zur Steuerung von Heizkörperventilen eingesetzt. Sie beziehen Ihre Energie aus dem Einsatz von Peltier-Elementen. Hierbei kommt die SMART ACK Technik (Bidirektionalität) ins Spiel. SMART ECK ermöglicht Rückmeldungen batterieloser EnOcean-Funksensoren und erlaubt so dem Prozessor des Aktors, bidirektional mit der Zentrale zu kommunizieren. Der Prozessor fragt über den Funksender bei der Zentrale an, ob Aktionsbedarf besteht, und erhält die Antwort in einem genau definierten Zeitintervall. So kommen Aktorkomponenten mit hohem Strombedarf nur bei Bedarf zum Einsatz.













