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Menschliche Zuwendung erfahren

10.11.200812:57 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Menschliche Zuwendung erfahren
V.l.: Ilka Königsstein-Simons und Andrea Schmeißer koordinieren den Besuchsdienst
V.l.: Ilka Königsstein-Simons und Andrea Schmeißer koordinieren den Besuchsdienst

(openPR) Etwa drei bis fünf Prozent der Deutschen leiden nach Schätzungen von Experten in der dunklen Jahreszeit an einer so genannten Winterdepression. Doch manche Menschen sind das ganze Jahr über von Depressionen betroffen. Um ihnen zu helfen und sie wieder für andere Menschen zu öffnen, bietet die Diakonie Schwerte ein spezielles Betreuungsangebot an: den Besuchsdienst für depressiv Erkrankte. Nun sucht das Team des Grete-Meißner-Zentrums weitere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, um das Projekt auszubauen.

„An Depression leidenden Menschen fällt es oft schwer, selbst alltägliche Dinge wie Aufstehen oder Einkaufen zu bewerkstelligen. Viele Betroffene sind total vereinsamt und haben keine Kontakte mehr“, erklärt Andrea Schmeißer, Leiterin des Grete-Meißner-Zentrums. Mit ihrem Besuchsdienst versucht die Diakonie, depressiv erkrankten Menschen Schritt für Schritt ins Leben zurück zu führen. Zu diesem Zweck sucht das Grete-Meißner-Zentrum ehrenamtliche Helfer, die eineinhalb bis zwei Stunden pro Woche einen Besuchsdienst übernehmen. Professionelle Schulungen und Seminare für diesen Bereich werden regelmäßig von der Diakonie angeboten und von fachkundigen Diplom-Psychologen durchgeführt. „Doch ohne ehrenamtlich ambitionierte Menschen fehlt uns eine wichtige Säule“, betont Schmeißer und hofft auf weitere Interessenten.
Ilka Königsstein-Simons ist eine der vier Freiwilligen, die sich bisher entschlossen haben, hier tätig zu werden: „Ich habe mich durch einen Zeitungsartikel angesprochen gefühlt, weil ich das Leben aktiv mitgestalten möchte“, erzählt sie und betont dabei: „Das Ehrenamt halte ich gerade in der heutigen Zeit für unverzichtbar!“
Die Arbeit des Besuchsdienstes besteht zumeist aus Gesprächen, umfasst aber auch kleinere Botengänge oder gemeinsame Spaziergänge.
Interessierte sollten vor allem Einfühlungsvermögen mitbringen, insbesondere auch auf ältere Menschen zugehen können, ausgeglichen sein und Spaß daran haben, anderen zu helfen. Für Königsstein-Simons ist die Verbundenheit der älteren Menschen dabei die größte Motivation: „Es gibt kaum eine andere Gruppe von Menschen, die sich so dankbar zeigt wie Senioren.“ Interessierte sind herzlich dazu eingeladen, sich bei Andrea Schmeißer unter Tel. 02304/939381 zu informieren.

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