(openPR) Die Galerie am Michel in Hamburg veranstaltet zusammen mit der Stiftung des Landes Niedersachsen "Kinder von Tschernobyl" die Austellung "TSCHERNOBYL - Leben mit einer Tragödie".
Ausstellungseröffnung am 05.12.2008 um 19:00h in Anwesenheit des Botschafters von Weißrussland, Herrn Wladimir Skworzow, und des Generalkonsuls der Ukraine, Herrn Andriy Melnik.
Ausstellungsdauer: 05.12.2008 bis 02.01.2009
Rüdiger Lubricht, geb. 1947, lebt und arbeitet als freischaffender Fotograf in
Worpswede.
Seit 2003 arbeitet er an dem Langzeitprojekt - TSCHERNOBYL, Leben mit einer Tragödie - und machte 5 Reisen in die kontaminierten Sperrzonen der Ukraine und Weißrusslands.
Dort fotografierte er die verlassenen Dörfer und Städte, die durch den radioaktiv verseuchten Fallout auf Ewigkeit unbewohnbar geworden sind. Er war auf der Suche nach den Alten, im Volksmund werden sie als Partisanen bezeichnet, die nach der Zwangsevakuierung im Jahre 1986 zwischenzeitlich in ihre alten Dörfer und Häuser zurückgekehrt sind.
Außerdem porträtierte er Menschen, die in der 10-km- Sperrzone um den havarierten Reaktor arbeiten, um die sog. Sicherheit der abgeschalteten Kraftwerksanlage zu gewährleisten.
Sie arbeiten fünf Tage, um dann nach einer Woche Pause wieder an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. Nach siebenjähriger Arbeit in der verseuchten Zone haben sie Anspruch auf vorzeitige Rente.
Die Bilder wurden bereits in vielen Ausstellungsorten und Museen in Deutschland und in Europa mit großer Beachtung gezeigt.
Informationen über die Stiftung des Landes Niedersachsen "Kinder von Tschernobyl":
Zweck der im Oktober 1992 gegründeten Stiftung ist es, insbesondere medizinische Hilfe für strahlengeschädigte Kinder aus Belarus, Russland und der Ukraine vor Ort zu gewähren.
Schwerpunkt der Arbeit ist die Verbesserung der Früherkennung und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen von Kindern.
Die Projekte werden jeweils von Delegationen der Stiftung in Begleitung von Ärzten auf Reisen in die betroffenen Regionen ausgewählt, betreut und kontrolliert. So wird sichergestellt, dass die Mittel der Stiftung in vollem Umfang zweckentsprechend vor Ort eingesetzt werden.
In den vergangenen Jahren lag der Schwerpunkt der Hilfe der Stiftung in der Versorgung belarussischer Krankenhäuser. Seit dem Jahr 2000 wird die Arbeit schwerpunktmäßig in den betroffenen Regionen der Ukraine fortgesetzt, daneben leistet die Stiftung auch Hilfe im Gebiet Brjansk/Russland.













