(openPR) München/Berlin - 4. November 2008. Harald Strötgen, Vorstandschef der Stadtsparkasse München, geht mit dem Ehrgeiz einiger Bankmanagern hart ins Gericht. Er sieht darin einen entscheidenden Auslöser der derzeitigen Finanzkrise. „Wenn ein namhafter Großbankenvorstand sagt, wir brauchen 25 Prozent Eigenkapitalrendite – ist es dann richtig, das zu übernehmen?“ fragt Strötgen in einem Interview der Hausbesitzer-Zeitung „Uptown“. Die zurückhaltende Einstellung der Stadtsparkasse München sei lange belächelt worden, aber das Institut habe sich entschieden, klaren Regeln zu folgen. Eine höhere Rendite bedeute auch ein höheres Risiko. „Wenn das Bruttosozialprodukt im Bereich unserer Sparkasse um etwa zwei Prozent steigt, dann ist es mir suspekt, wenn meine Mitarbeiter mich davon überzeugen wollen, sie könnten zehn Prozent Kreditwachstum erreichen.“ Wenn ihm eine Wachstumsrate von zehn Prozent präsentiert werde, dann lasse Strötgen sofort die Revision die Geschäfte dieses Zeitraums analysieren, um zu prüfen, ob zu hohe Risiken eingegangen worden seien.
Auch der übergroße Risikoappetit der Landesbank müsse gezügelt werden. Zur möglichen Fusion der Bayern LB mit der Landesbank Baden-Württemberg meint der Sparkassenchef: „Grundsätzlich muss die Landesbank alles auf den Prüfstand stellen. Den prognostizierten Erträgen aus den Geschäftsfeldern müssen die Kosten gegenübergestellt werden und dann ist zu überlegen, ob diese Kosten den Nutzen auf Dauer rechtfertigen.“
Uptown ist eine neue Gratis-Zeitung aus dem Berliner Uptwon-Verlag, die im September mit einer Auflage von über 3 Mio. in 51 deutschen Städten gestartet ist: www.uptown-online.de. Zielgruppe sind die Eigentümer privat genutzter Häuser und Villen.






