openPR Recherche & Suche
Presseinformation

»Hubertus, warum verfolgst du mich?«

04.11.200800:00 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes
Bild: »Hubertus, warum verfolgst du mich?«
Bambi. Quelle: TIRM, Bild: Alex Fechner
Bambi. Quelle: TIRM, Bild: Alex Fechner

(openPR) Tierrechtler demonstrieren in Limburg gegen Jagd

Frankfurt / Limburg • Am 9. November 2008 wird eine Hubertusmesse im Hohen Dom zu Limburg veranstaltet. An den so genannten „Hubertusmessen“ sind stets Jagdvereine beteiligt. Tierrechtlerinnen und Tierrechtler verurteilen sowohl die Jagd aus ethischen und ökologischen Gründen als auch die Segnung dieser Tiertötungen oder gar der hierfür verwendeten Waffen. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main wird daher am Sonntag eine Demonstration vor dem Limburger Dom veranstalten und eine ethisch vertretbare Regulierung des ökologischen Gleichgewichts fordern.



Es findet ein grausames, unnötiges Gemetzel statt: 5 Millionen Wildtiere werden in deutschen Wäldern von Jägerinnen und Jägern getötet und zusätzlich 400.000 Katzen und fast 70.000 Hunde. Mit einer „Hubertusmesse“ und dem Gutheißen von Jagd, Jägern und Waffen mache sich die Kirche mitschuldig am Krieg gegen die Tiere, so die Tierrechtler. Es gibt keine Kirchenagenda, die die Segnung der Jagd vorsieht. »Hubertus, warum verfolgst Du mich?« Diese Frage stellt in der Legende Christus in Gestalt eines Hirsches dem Jäger Hubertus (eigentlich Eustachius) im 7. Jahrhundert. Hubertus kehrte in sich und verzichtete ab sofort auf Jagen und schloss Frieden mit den Tieren. »Völlig absurd, warum Jäger und so genannte Christen ausgerechnet diesen Heiligen, der ein Tierschoner und nicht ein Tierschänder war, als Symbol für die Jagd wählen«, meint Viola Kaesmacher von der TierrechtsInitiative Rhein-Main (TIRM). »Aber selbst wenn Hubertus tatsächlich ein Befürworter der Jagd gewesen wäre, würden wir das Verhalten der Kirche, den über 300.000 Wildtiermördern grünes Licht zu geben, verurteilen.«

In frühen christlichen Gemeinden galt die Jagd als unvereinbar mit dem Glauben. Jägerinnen und Jäger wurden nach der Kirchenordnung des Hippolyt ausgeschlossen. Bis heute ist der Priesterberuf im katholischen Kirchenrecht unvereinbar mit der berufsmäßigen Tötung von Tieren - nach Ansicht der Aktivistinnen und Aktivisten ebenso mit der „vergnügungsmäßigen“. So weisen sie auf die Diskrepanz zwischen der christlich begründeten Ethik und der Handhabung der Kirchen hin und protestieren gegen die Vereinnahmung der Kirchen durch die Jägerschaft. Selbst in Theologenkreisen herrscht Uneinigkeit über die religiös verbrämte folkloristische Schaustellung, der etwas Blasphemisches anhafte [1].

Das Bistum Limburg wird aufgefordert, in Zukunft keine „Hubertus“-Gottesdienste zu gestalten, die zur nostalgischen Verklärung und Verschleierung von unendlichem Tierleid führt. Auch solle die permanente „kirchliche Anerkennung“ der Jagd revidiert werden. Zu folgenden Terminen finden Protestaktionen statt. Die Tierrechtler freuen sich auf Unterstützung aus der Bevölkerung.

Demo gegen Hubertusmesse
9.11.08, ab 17:30h: Limburger Dom
Demo gegen den Jungjägerschlag
9.11.08, ab 19:00h, Stadthalle Limburg Clubebene, Hospitalstraße 4

• [1] www.jesus.de: Theologen streiten über Gottesdienste zur Jagdsaison
• Informationen über den Unsinn der Jagd z.B. bei den Tierfreunden: http://www.die-tierfreunde.de/inhalte/themen/jagd/jagd.htm
• Da es turbulent zugehen könnte, werden Pressevertreter gebeten, Interviews im Voraus zu verabreden

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 256372
 315

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „»Hubertus, warum verfolgst du mich?«“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von TierrechtsInitiative Rhein-Main - TIRM e.V.

Fleischkonsum den Riegel vorschieben
Fleischkonsum den Riegel vorschieben
Meat is Murder – Protestaktion gegen die Fleischindustrie Luxemburg / Frankfurt • Bereits im Vorfeld der Demonstration gegen die Wittlicher Säubrennerkirmes und den Schlachthof der SIMON-FLEISCH GmbH gab es heftige Auseinandersetzungen. Diese fanden allerdings lediglich in Form von Leserbriefen auf einschlägige Artikel sowie in Internetforen statt. Wittlich ist den Tierrechtlern und Tierrechtlerinnen aus zwei Gründen aufgefallen – zum einen, weil dort einer der größten Schlachthöfe in Rheinland-Pfalz ist und weil dort ein relativ großes Vo…
Bild: Der erfreuliche TodBild: Der erfreuliche Tod
Der erfreuliche Tod
Echtpelze demnächst ein Relikt aus der Vergangenheit? Frankfurt • Mit Freude wird von Tierrechtlerinnen und Tierrechtlern zur Kenntnis genommen, dass nun auch ESCADA Luxemburg ab sofort keine Pelze im Sortiment führen wird. Bereits vor gut einem Monat hat auch ESCADA Belgien bekannt gegeben, diese ethisch bedenkliche Mode nicht mehr zu verkaufen. Die TierrechtsInitiative Rhein-Main (TIRM) sieht darin eine konsequente Fortsetzung des Sterbens der Pelzindustrie. Am 14. März 2009 fand in Frankfurt eine der größten Tierrechts-Demonstrationen s…

Das könnte Sie auch interessieren:

Sie lesen gerade: »Hubertus, warum verfolgst du mich?«