(openPR) Kurtbecksteinfeld ist ein virtueller Flaschensammler auf deutschlands erfolgreichstem Browserspiel-Universum "pennergame.de", ein "Renner unter den Online-Spielen" (Magazin Stern vom 30.10.2008). Sein Schicksal ist ergreifend und symptomatisch für eine sich vor Krisen schüttelnde Epoche, sein "Rücktritt vom Vorsitz" (siehe openPR vom 24.10.2008) ist nur als Anfang eines rasanten Steilflugs zu sehen, allerdings ein Steilflug ausschließlich in die von Isaac Newton vorgesehene Richtung: nach unten.
Flaschensammeln, noch dazu virtuell, ist per se unpolitisch. "Ich bin dankbar, hier eine neue soziale Aufgabe gefunden zu haben, sogar mit "A"-Rating", erklärt Kurtbecksteinfeld auf seiner Seite http://kurtbecksteinfeld.pennergame.de/ , auf der der sympathische alte Herr zudem als Raul-Midon-Imitator "aus Kostengründen um eine Spende" bittet.
Wenn wir ehrlich sind: Bis hierher ist das keine Meldung wert, auch in China fallen manchmal Reissäcke um. Jetzt aber kommt der Schnitt von der virtuellen zur realen Welt: Steffen Peuckert, Pressesprecher der Farbflut Entertainment GmbH (Betreiber pennergame.de) und damit im Zweifelsfall die personifizierte existenzielle Bedrohung jedes virtuellen Querulanten, schreibt ihm heute:
"Wir freuen uns, dass Sie unser Spiel Pennergame.de entdeckt haben und seit einigen Wochen treuer Freund unserer Seite sind. Weniger erfreut sind wir jedoch, dass Sie eine Pressemitteilung herausgeben, die MITTELBAR unsere Seite betrifft und DAZU NOCH IN EINEM POLITISCHEN KONTEXT steht. Wir möchten Sie deshalb bitten, die Pressemeldung "Virtuelles Flaschenrecycling auf Expansionskurs" bei OpenPR zu entfernen." - Dazu sieht Kurtbecksteinfeld allerdings keine Veranlassung, er empfindet eher eine existenzielle Bedrohung.
"Die wollen mich umbringen", jammert Kurtbecksteinfeld inmitten der Scherben seiner Existenz und seines Flaschenlagers, das bei seiner Auslöschung ebenfalls zu Bruch gehen würde. Einen "politischen Kontext" sieht er in seinem Wirken bisher allerdings nicht. "Aber das wird sich schneller ändern, als diesen Maulkorb-Produzenten lieb sein kann", droht der aufgebrachte Stoppelbartträger mit erhobener Pfandflasche. Man sieht im an, das er das bisschen Existenz, das ihm geblieben ist, nicht kampflos aufgeben wird. Meinungs- und Pressefreiheit sind unveräußerlich, selbst die Spielregeln bei pennergame.de sehen zur Abwendung von Bedrohungen aller Art eine Partei- bzw. Bandenbildung vor.
Wenn er auch bisher nicht für jeden erkennbar war, so zeigt er spätestens jetzt sein knallhartes Antlitz: der politische Kontext. Ganz unten heißt es: Klappe halten oder tschüs.




