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Äthiopien: Oromo-Häftling nach Folter in Lebensgefahr

30.10.200813:22 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Äthiopien: Oromo-Häftling nach Folter in Lebensgefahr
Folterzentrale des äthiopischen Regimes: das Kaliti-Gefängnis von Addis Abeba. Bild: nazret.com
Folterzentrale des äthiopischen Regimes: das Kaliti-Gefängnis von Addis Abeba. Bild: nazret.com

(openPR) IGFM: Angehörige der Oromo-Minderheit werden in äthiopischen Gefängnissen systematisch gefoltert

Addis Abeba - Frankfurt am Main (30. Oktober 2008) – Mesfin Itana, inhaftiertes Mitglied der Oromo-Minderheit, schwebt im Kaliti-Gefängnis von Addis Abeba in Lebensgefahr. Das hat die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) aus kirchlichen Kreisen in Kenia erfahren. Der Geschäftsmann wurde 2002 unter der Beschuldigung verhaftet, an den Bombenanschlägen auf das Tigrai Hotel in Addis Abeba beteiligt gewesen zu sein. Geschwächt durch jahrelange Folter und Mangelernährung im Gefängnis, befände sich Itana derzeit in äußert kritischem Zustand.



Bei Itanas Verhaftung Ende 2002 stürmten Beamte der regierenden äthiopischen Tigray People’s Liberation Front (TPLF) sein Haus. Sie konfiszierten sämtliche Wertgegenstände, darunter auch den Kredit der Äthiopischen Entwicklungsbank von über 30.000 äthiopische Birr und 120 Gramm Gold.

Nach einigen Monaten im Maikelawi-Gefängnis von Addis Abeba wurde Itana in das Kaliti-Gefängnis überführt. Auch dort wurde er regelmäßig gefoltert. „Eine der Foltermethoden in den Gefängnissen ist, eine Wasserflasche über lange Zeit an den Hoden des Gefangenen zu befestigen. Die dadurch entstehenden Schmerzen sollen den Häftling zum Sprechen bringen, “ teilte man der IGFM mit. Auch Itana sei auf diese Art und Weise gefoltert worden, weswegen er zweimal operiert werden musste. Die Eingriffe schlugen fehl. Einen erneuten, vermutlich lebensgefährlichen Eingriff, verweigerte Itana. Drei Operationen musste er über sich ergehen lassen aufgrund einer tiefen Kopfwunde, die er infolge der Misshandlungen erlitt. Als direkte Folge der menschenverachtenden Haftbedingungen leide Itana inzwischen an Epilepsie.

Seit der letzten Operation werde Itana mit gefesselten Händen in einem dunklen Raum eingesperrt gehalten. Der Kontakt zu Familienangehörigen und Freuden sei ihm untersagt.

In der Vergangenheit waren einige Oromo-Aktivisten aufgrund massiver Folter in äthiopischer Gefangenschaft gestorben. Damit Itana nicht dasselbe Schicksal erleidet, muss er dringend in ein ausländisches Krankenhaus gebracht werden. Die IGFM bittet sämtliche europäischen Botschaften in Äthiopien, sich für die Freilassung und medizinische Behandlung Itanas einzusetzen.

Die Oromo sind die größte ethnische Gruppe in Äthiopien. Im Norden werden sie durch die regierende Tigray People's Liberation Front massiv unterdrückt. Im Süden des Landes kämpfen die Oromo für ihre Selbstbestimmung und einen eigenen Staat. Seit 1974 organisiert sich dort ihr Widerstand unter anderem in der Oromo Liberation Front.

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