(openPR) Eric Markuse äußert sich zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag im Interview mit kreuzblende.de
Leipzig. Die Ministerpräsidenten haben sich in der vergangenen Woche auf einen Entwurf zum 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag geeinigt. Dieser sieht eine Einschränkung des Internetangebots der öffentlich-rechtlichen Sender vor.
In einem Interview mit +kreuzblende.de äußert sich Eric Markuse, Programmchef MDR Sputnik, kritisch zu diesen Änderungen.
Die Jugendwelle des MDR setzt derzeit wie kein zweites Hörfunkprogramm auf das Internet als gleichberechtigten Ausspielweg und wird in Zukunft stark von den Beschlüssen betroffen sein. Eric Markuse bezeichnet die geforderte Sieben-Tage-Regelung sowie den Dreistufentest als „bürokratische Wucherung, die Zeit kostet und Unsummen verschlingen wird“.
Den Vorwurf der Verlage, sie würden ihrer Wirkung durch die starke Internetpräsenz der öffentlich-rechtlichen Sender beraubt, weist Markuse entschieden zurück. „Ihren Rubriken-Anzeigenmarkt haben die Verlage schon vor Jahren ans Internet verloren. Jahrelang fehlte ihnen eine publizistische Idee, jahrelang wurde nicht investiert, jahrelang hat man das Internet als Konkurrenz gesehen und nicht als Chance begriffen.“
Kritik übt Markuse vor allem an den Kontrollmechanismen, die die Sieben-Tage-Regelung sowie den Dreistufentest durchsetzen sollen. Unter diese Regelung fallen auch Beiträge der Jugendwelle, die „den Jugendlichen zur politischen Orientierung dienen“. Im Vergleich dazu werden, so Markuse, andere Angebote im Internet nicht auf Inhalt kontrolliert und reglementiert. „Und wenn wir im selben Medium aufklären wollen, dürfen wir dies praktisch nur eine Woche lang tun. Das ist grotesk; ich verstehe die Welt nicht mehr“.
Das komplette Interview ist auf www.kreuzblende.de nach zu lesen und unter Angabe der Quelle frei zu verwenden.













