(openPR) Konventionstreffen zum internationalen Handel mit Pflanzen- und Tierarten
Vom 3. bis 15. November 2002 treffen sich Regierungsvertreter von derzeit 160 Mitgliedsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES in der chilenischen Hauptstadt Santiago. Wichtige Entscheidungen zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von bedrohten Pflanzen- und Tierarten aus der Wildnis werden erwartet. Es wird erneut Anträge für eine Wiederaufnahme des Handels mit Elfenbein aus einigen Staaten des südlichen Afrikas geben. Japan beantragt die Zulassung des Handels mit Walfleisch von Minkwalen,
die auf der Nordhalbkugel der Erde gefangen wurden. Zudem soll auch das Fleisch von Brydewalen des Nordwestpazifik wieder in den Handel gelangen dürfen. Auch bessere Regelungen zum Handel mit Haien und Seehechten stehen auf dem Programm, genau so wie der Handel mit bedrohten Hölzern wie Mahagoni. Ein in der Vergangenheit unterschätztes Problem ist der Handel mit im Süßwasser lebenden Schildkrötenarten, die zum Verzehr und für die Medizin vor allem nach China gelangen. Die Schildkröten
stammen aus vielen Ländern Südostasiens wie Indonesien, Malaysia und Thailand. Allerdings unterstützt auch China mittlerweile bessere Regulierungsmaßnahmen im internationalen Handel, um die zum Teil hoch bedrohten Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Der WWF und TRAFFIC werden auf der Konferenz als Anwälte für bedrohte Arten auftreten, die Regierungsvertreter der Vertragsstaaten von CITES beraten und die Öffentlichkeit dazu umfassend informieren.







