(openPR) Sanierungsexperte Oskar Schröder rät zu „Konzertierter Aktion“
Kurzarbeit und Produktionsstopps bestimmen die Meldungen aus der Automobilbranche. Doch viel schlimmer als in den Werken von BMW, Mercedes oder Opel sieht es bei den Zulieferern aus: Dort kommt es bereits zu Entlassungen. Nach den Leiharbeitern sind jetzt bereits die festen Belegschaften betroffen. Sogar Insolvenzen werden wahrscheinlicher. Oskar Schröder, der als Sanierungsexperte gerade der Belegschaft beim insolventen Wohnmobilhersteller KnausTabbert zur Seite steht, appelliert an Konzerne, Politik und Verbände: „Wir brauchen dringend eine konzertierte Aktion zur Stützung der mittelständischen Zuliefererindustrie!“
Finanzielle Garantien zur Existenzsicherung und Zusagen über die Abnahme von Produkten seien das Gebot der Stunde. Schröder: „Wenn die Zulieferer schließen müssen, können auch die Konzerne dicht machen, wenn die Produktion wieder anlaufen sollte. Denn dann gibt es keine Teile mehr, die verbaut werden können.“ Darum rät Sanierungsexperte Schröder den großen Automobilkonzernen, sich ihrer Verantwortung bewusst zu werden. „Viele Zulieferer sind von wenigen Konzernen abhängig. Das wird immer deutlich, wenn Lieferbedingungen und Preise ausgehandelt werden. Jetzt ist es an den Großen, den Kleinen Bestandsgarantien zu geben.“
Schröder begrüßte, dass sich mit VDIK-Präsident Volker Lange ein Lobbyverband zu Wort gemeldet habe. Aber: „Es müssen nicht gleich große Rettungsfonds sein. Wir wissen, oftmals hilft eine kleine, individuelle Lösung dem Mittelständler vor Ort weiter“, so Oskar Schröder. Er rief insbesondere nun auch den VDA mit dem ehemaligen Verkehrsminister Matthias Wissmann an der Spitze auf, sich zu engagieren: „Jetzt gehören Hersteller, Zulieferer, Standortpolitiker und Banken an einen Tisch.“













