(openPR) Der Autor arbeitete ein Jahr undercover in unterschiedlichen Jobs. In seiner Rolle als ungelernter Hilfsarbeiter musste er alle von der Arbeitsagentur vermittelten Tätigkeiten annehmen. Aus dieser Expedition ist ein aufrüttelnder Report über das Leben am Existenzlimit entstanden. Markus Breitscheidel berichtet, wie er als arbeitsloser Hartz-IV-Empfänger und Leiharbeiter stigmatisiert, gemobbt und als Mensch zweiter Klasse behandelt wurde. Trotz Vollzeitarbeit reichte sein Lohn nicht zum Leben, er war auf zusätzliche staatliche Unterstützung sowie karitative Einrichtungen wie Speisetafeln und Kleiderkammern angewiesen.
In seinem erschütternden Bericht analysiert er die persönlichen und ökonomischen Auswirkungen der Billiglohnpolitik: Die Arbeiter und ihre Familien verlieren den Kampf gegen den sozialen Abstieg, während die Unternehmen immer größere Gewinne einfahren.
Markus Breitscheidel, vermutlich 1968 in Cochem geboren, war Marketingleiter einer großen Werkzeugfirma. Hier lernte er Günter Wallraff kennen, der ihn bestärkte, als Undercover-Autor zu arbeiten. Sein Undercover-Report »Abgezockt und totgepflegt« wurde ein Bestseller. Im Nachfolgebuch »Gesund gepflegt statt abgezockt« zeigt er Wege für eine menschenwürdige Altenbetreuung auf.
Lesung am 12. November 2008, 19:30 Uhr
Veranstaltungsort: VIA Berlin gGmbH, Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin












