(openPR) Experten suchen auf Kongress Antworten auf zentrale Fragen beim Internet-einkauf.
Berlin, 23. Oktober 2008 – Bei wem genau kaufe ich? Was steht im Kleingedruckten? Wie klar ist das Angebot der Ware oder Dienstleistung formuliert? Gibt es versteckte Kosten? Wie bezahle ich sicher? Über Widerruf und Rückgaberechte, Datenspeicherung und Wider-spruch gegen ungewünschte Werbung, Transparenz der Datennutzung sowie über unab-hängige Beschwerdeverfahren und Garantien bei Ausfall der Lieferung oder Pleite des Inter-netshops – darauf wollen über hundert Fachleute von Unternehmen, Verbraucherorganisati-onen und Datenschützer heute in Berlin Antworten geben.
Im Mittelpunkt des Kongresses zur Verbraucherpolitik, der unter der Schirmherrschaft von Bundesminister Horst Seehofer stattfindet, steht, wie Kaufvorgänge im Internet sicherer ge-macht werden können. Eine Schlüsselrolle spielen Gütesiegel, die unter dem Dach der Initia-tive D21 seit 1999 unter Beteiligung von Verbraucher- und Datenschützern zusammen arbei-ten und Sicherheit sowie Unterstützung für Verbraucher/innen bieten.
„Immer mehr Verbraucher haben die Vorteile von Gütesiegeln erkannt. Deshalb häufen sich in jüngster Zeit“, so Roland Appel, Vorsitzender des Gütesiegelboards der Initiative D21, „lei-der auch Fälle missbräuchlicher Verwendung von Gütesiegeln oder der Erfindung von Phan-tasiesiegeln, die Verbrauchern und den Betreibern von Internet-Shops, die diese erwerben, einen Mehrwert vorgaukeln.“ Dem werde man auf dem Rechtsweg konsequent entgegentre-ten. „Die Gültigkeit unserer Gütesiegel ist immer durch einen Doppelklick auf die Siegel auf der Homepage des Anbieters verifizierbar. Gelangen Verbraucher so nicht sofort auf die In-ternetseite des Gütesiegels, ist das Siegel nicht gültig, da sie bei Verstößen innerhalb von wenigen Stunden entzogen werden können.“
Aus diesem Grund wurde gestern die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. einstimmig mit unabhängigem Expertenstatus in das D21-Gütesiegelboard aufgenommen, um einen „kurzen Draht“ beim Vorgehen gegen Missbrauch in der Gütesiegelbranche zu institutionalisieren.
Aus aktuellem Anlass gilt die besondere Sorge der Gütesiegel auch dem Datenschutz: „Lei-der wird es immer selbstverständlicher, dass Internetanbieter versuchen, über Coockies und andere versteckte Dateien das Verhalten ihrer Kunden auszuspähen. Ohne Einwilligung sind solche Programme unzulässig, sofern sie die Möglichkeit bieten, personenbezogene Daten auszuwerten oder durch Verknüpfungen von Daten Konsumentenprofile zu erstellen. Beson-ders bedenklich ist es, wenn Konsumentendaten in die USA transferiert und dort völlig un-kontrollierbar und jenseits der Reichweite europäischer Aufsichtsorgane und Datenschutz-behörden offenbar sogar an Dritte weitergegeben werden. Eine solche Praxis ist“, so Appel weiter, „mit unseren Gütesiegelkriterien nicht vereinbar.“
Weitere Informationen finden Sie unter www.Internet-guetesiegel.de










