(openPR) Der weißrussische Künstler Alexandr Rodin ist ein "Neoromantiker". Er wirft die Dinge zusammen, schüttelt das Datenfett unserer Zeit einmal kräftig durch und serviert dem erstaunten Betrachter Infoschaum in Form von Tafelbildern, die einem die Sprache verschlagen. Formen, Farben und Bewegungen sammeln sich immer wieder neu. Romantisch verklärte Figuren zeigen Ihr wahres Ich, schöne Flugzeuge verkommen zu furchtbarem Kriegsgerät. Rodin gibt den Dingen einen Namen, behübscht nichts und zeigt in seinen Arbeiten, dass zeitgenössische Malerei auch im 21. Jahrhundert noch möglich ist, ohne sich den Verhältnissen unterzuordnen oder aus reinem Opportunismus den Mund zu halten. Er nimmt wahr, erklärt, interpretiert, schimpft und lacht über das Heute genauso, wie über das Gestern und die Zukunft.
Seit 2001 kommt der aus Minsk stammende Alexandr Rodin immer wieder ins Tacheles, um im fünften Stock des Kunsthauses zu malen und seine gigantischen Bilder auszustellen. Seine Aufenthalte in Berlin gehören zum seit Jahren laufenden Kulturaustauschprojekt zwischen Berlin und Minsk. Im Gegenzug wurden Tacheles-Künstler im Sommer dieses Jahres eingeladen, ihre Werke im Museum der modernen Kunst in Minsk zu präsentieren.
„In meinem Land kann ich meiner Arbeit nicht auf diese Art und Weise nachgehen und meine Bilder ausstellen“, sagt Alexandr Rodin. „Im Tacheles aber kann ich alles verwirklichen, was ich will.“
Zu sehen ist die Ausstellung „global warning“ bis zum 27. November im 5. OG des Kunsthauses Tacheles, Oranienburger Str. 54-56a, Berlin-Mitte, täglich von 14 bis 24 Uhr. Der Eintritt ist frei.













