(openPR) Vom 1. September bis zum 15. Oktober 2008 zeigt VONDERBANK Artgalleries Berlin die Einzelausstellung „flashlights“ des Malers Jörg Lohse. Am Freitag, 12. September 2008 wird in Anwesenheit des Künstlers ein Come together in der Galerie VONDERBANK, Unter den Linden 40, stattfinden.
Flashlights – wie von Blitzlichtern erhellt, erstrahlen Ikonen der Modewelt und des Glamours. In leuchtenden Farben und großen Lettern prangen die Namen bekannter Modelabels auf großformatigen Leinwänden und wecken Assoziationen an riesige Werbetafeln. Was ist Sein und was Schein auf diesen neuen Bildern des Künstlers Jörg Lohse – was Realität und was Illusion?
Jörg Lohse, geboren 1967 in Leipzig, studiert von 1992-1997 Malerei an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig bei Ulrich Hachulla. 1999 schließt er das Studium als Meisterschüler bei Ulrich Hachulla ab. Er lebt und arbeitet in Leipzig und Bozen.
Der Künstler „sammelt“ für seine Werke Motive unterschiedlichster Art. Ob Bild oder Schrift, alles, was ihm gefällt, ist geeignet, Eingang in seine Bildwelten zu finden. Lohse isoliert ähnlich den Pop Art Künstlern Elemente aus seiner Umgebung, der Alltagskultur, aus Medien und Werbung, und setzt sie ähnlich einer Collage zusammen. Ausschnitte aus Hochglanzmagazinen, Comicstreifen, Modelabel, Musiktitel und Satzfragmente werden zu einem neuen Ganzen. Neben den Bezügen zu Mode und Werbung setzt sich Lohse intensiv mit deutschen und amerikanischen Künstlern auseinander. So erinnert die Aufteilung der Leinwand in Bildfelder an die zweigeteilten Werke des amerikanischen Malers David Salle. Vereinzelt, wie in den Arbeiten „Gottes Horn“ und „J’entends encore la guitare“, finden sich motivische Bezugnahmen auf die „Heldenbilder“ von Georg Baselitz.
Der Maler versammelt seine Motive auf Leinwänden, die er in zwei oder drei Bildfelder unterteilt. Trotz dieser Unterteilung berühren sich die einzelnen Fragmente und verschmelzen miteinander. Vorher eigenständige Motive, fügt er Schrift und Bild zum Abbild einer nur scheinbaren Wirklichkeit. Der expressive Pinselstrich und der pastose Farbauftrag verstärken diesen Eindruck. Malerisch löst er die realistischen Vorlagen auf und lässt sie teilweise abstrakt erscheinen. Seine Werke reflektieren eine künstlich geschaffene Ästhetik ohne eine bloße Wiedergabe des makellosen Schönheitsideals zu sein. Vielmehr demontiert er diese „Scheinwelt“, indem er seine Figuren „zerschneidet“, wieder zusammensetzt und vor neue Hintergründe setzt. Auf diese Weise distanziert er sich deutlich von der plakativen Darstellungsweise seiner Vorlagen: Gekonnt bewegt sich Jörg Lohse an der Grenze zwischen Figuration und Abstraktion und schafft damit die Gratwanderung zwischen Realität und Illusion.












