(openPR) Gmunden/Traunsee/Salzkammergut. Dahoam is dahoam, heißt es in Franz Stelzhamers Hoamatgsang, dem Text der oberösterreichischen Landeshymne, wånnst net fort muaßt, so bleib, / denn die Hoamat is ehnta / da zweit´ Muatterleib …
Die Heimat als zweiter Mutterleib – diese Gleichsetzung allein zeigt schon, welchen Stellenwert der halb kollektiv-geographische, halb subjektiv-emotionale Begriff Heimat einnehmen kann. Gleichzeitig impliziert Stelzhamer damit (unbewusst?) auch dessen utopischen Charakter: wie das Begehren nach der Geborgenheit im Mutterleib, muss auch eine gewisse Art Heimweh lebenslange Sehnsucht bleiben. Mit den Worten Ernst Blochs: das allen in die Kindheit scheint, und worin noch niemand war: Heimat.
Die philosophischen, literarischen und (sozial-, medien- wie geistes-)wissenschaftlichen Besichtigungen der Heimat (durch ReferentInnen von innerhalb und außerhalb Österreichs) finden statt von 22. bis 26. Oktober im Stadttheater Gmunden. Damit liefern die Kultur Vermerke auch eine wesentliche Ergänzung zum Programm der bis 02. November laufenden oberösterreichischen Landesausstellung Salzkammergut.
Wie jedes Jahr sind die Referate und Diskussionen des Symposions auch diesmal wieder in einen hochkarätigen künstlerischen Rahmen eingebettet. Lesungen, Konzerte und Filme erweitern den Blickwinkel und bieten kritischen wie unterhaltsamen Perspektiven auf die Heimat ein Zuhause.
Text: Jutta Skokan, Intendantin, Andreas Unterweger













