(openPR) Pferde sind ein besonders prominentes und vielfach dargestelltes Bildmotiv seit Urzeiten bis zur Moderne. Etwa 80 Exponate aus einer noch nie gezeigten Privatsammlung, ergänzt durch kostbare Barockbände aus der Überlinger Leopold-Sophien-Bibliothek, skizzieren vom 4. April bis zum 31. Oktober 2009 im Städtischen Museum Überlingen die Entwicklung der Pferdedarstellung vom ausgehenden Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert.
Zu sehen sind typische Pferdedarstellungen vom 15. Jahrhundert bis in die Moderne – sowohl Skulpturen als auch Gemälde und Arbeiten auf Papier. Die Ausstellung gibt einen eindrucksvollen Überblick über die künstlerische Entwicklung des „Pferdebildes“ und seiner wichtigsten Themen. So vermittelt sie am Beispiel der Pferdedarstellung auch eine Kulturgeschichte des Menschen, etwa die Entwicklung der Feudalgesellschaft und den Wandel zur bürgerlichen Kultur, den Einfluss der Naturwissenschaften, den Wandel der Institution Familie, die Geschichte von Mythologie und Aberglauben (z. B. Pferde als Totenpferde, Geisterrosse, Windpferde etc.), die politische Symbolik (Freiheitssymbol etc.), die Psychologie-Geschichte des Traums und des Unbewussten, die Geschichte des Sports und vieles mehr.
Den Ausstellungsschwerpunkt bilden Grafiken von Albrecht Dürer und Salvador Dalí, ergänzt durch eine eindrucksvolle Plastik des spanischen Künstlers. Weitere Schwerpunkte sind Gemälde und Papierarbeiten des Barock sowie des 19. und 20. Jahrhunderts, u. a. von Lukas van Leyden, Rembrandt, Nicolaes Berchem, Wilhelm von Kobell, Alfred de Dreux, Albrecht Adam, Théodore Géricault, Christian Adolf Schreyer und Pablo Picasso.
Ein umfangreiches Begleitprogramm vermittelt die kunst- und kulturhistorischen Ausstellungsinhalte, die sich auch an Kinder, Jugendliche und Familien richten.











