(openPR) Der Münchner Managementberater, Dr. Andreas F. Philipp, kommentiert am 5. Okto-ber 2008 die bayerische Landtagswahl vom 28.09.2008. Seine Kernaussage: Weg mit den Parteien - Her mit Kompetenzteams, die am Wohle der Bürger wirklich interessiert sind:
„Die letzte Bastion für Stabilität und „Weiter so“ in Bayern ist gebrochen. Am 28. September 2008 musste die bayerische CSU herbe Verluste hinnehmen. Obwohl sie immer noch stärkste Partei wurde, ist ihr Verfall in Bayern dramatisch. Die CSU erreichte 43,4%, bei einer Wahl-beteiligung von 58,1%. Das bedeutet: Nur noch 25,2 % der bayerischen Wahlberichtigten haben sich für die CSU entschieden. Der eigentliche Gewinner der Wahl ist der NICHT-WÄHLER. 41,9 Prozent blieben zu Hause und wählten nicht – sie verweigerten sich dem politischen Parteienangebot.
Die traditionelle Politik hat nicht verstanden
Die Botschaft der Nichtwähler lautet: Ihr alle, die Ihr Euch politische Elite nennt, schafft es nicht mehr, mich an die Wahlurne zu holen. Nein, ich bin nicht zu dumm, zu faul oder zu desinteressiert. Ich habe entschieden – ich bleibe zu Hause und verweigere mich den Becksteins, den Hubers, den Seehofers, dem heutigen politischen System an sich. Denn ihr habt nicht verstanden, um was es mir geht.
Der Bürger möchte selbst gestalten
Wir mündigen Wähler möchten nicht mehr aus fünf Menüs das am ehesten genießbare auswählen. Wir mündigen Bürger möchten die Chance zum abwählen bekommen – zum abwählen eines politischen Systems, das sich überjährt hat. Wir mündigen Nichtwähler erwarten, dass uns die politische Klasse dabei unterstützt, unsere Lebensbedingungen selbst gestalten zu können.
Neue Kompetenzteams sind erforderlich
Wir verstehen Politik als Dienstleistung und Wegbereitung für engagierte Bürger, die in selbst gewählten Kompetenzteams gerne Verant-wortung für ihre Region übernehmen. Wir brauchen kleinere Parlamente mit nur 30 bis 40 gewählten Vertretern, die alle wichtigen Kompetenzfelder der modernen Gesellschaft abde-cken. Die herausragende Fähigkeit dieser Vertreter muss im transdisziplinären Denken liegen. Sie moderieren den mündigen Wählerstaat, und wo es sein muss, coachen sie den Bürger in Richtung Selbstverantwortung.
Bessere Lebensbedingungen ohne Parteien
Es wäre ein echtes Signal aus Bayern, wenn eine der Parteien aufstünde und laut darüber nachdächte, was sie tun kann, um im Jahre 2020 nicht mehr gebraucht zu werden und dennoch die Lebensbedingungen der Menschen verbes-sert hätte. Das wäre eine Partei, die das Wahlergebnis der bayerischen Landtagswahl wirklich verstanden hätte.“









