(openPR) (aid) - Winterbohnen sind ein spezieller Typ der Ackerbohne (Vicia faba L.). Sie werden vorwiegend in England und Frankreich angebaut. In Deutschland werden sie nicht kultiviert, weil sie für hiesige Temperaturen nicht ausreichend winterhart sind. An der Universität Göttingen wurden im Rahmen einer Dissertation Anbauversuche mit einer Winterbohnen-Population gemacht, die im Vergleich zu Sorten aus England und Frankreich deutlich winterhärter ist.
Eine Voraussetzung für den Beginn der Züchtungsarbeit ist die Schätzung des Fremdbefruchtungsgrades, die Erfassung der genetischen Variationen, der Einfluss von Umwelteffekten und die Bewertung der Inzuchtdepressionen. Die Anbauversuche unter unterschiedlichen Bedingungen ergaben, dass der mittlere Fremdbefruchtungsgrad der vorliegenden Winterbohnen-Population etwa 60 Prozent betrug und der Einfluss der Umwelt hierauf signifikant hoch war. Die Winterüberlebensrate der Population lag je nach Umwelteinfluss bei 70 bis 83 Prozent. Synthetische Sorten, die aus Linien mit 60 bis 70 Prozent Fremdbefruchtungsrate gezüchtet würden, könnten eine attraktive Alternative zu bisher nicht verfügbaren Hybridsorten der Ackerbohne sein.
aid, Martina Mamedi
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