(openPR)
Wer denkt, dass der Mobilfunkmarkt in den USA immer noch in den Kinderschuhen steckt, könnte schon bald eines besseren belehrt werden. Laut der Cellular Telecomunication and Internet Association (CITA) werden in den USA täglich ca. 46.000 neue Mobiltelefone angeschafft – mit stark steigender Tendenz. Dies bietet eine hervorragende Ausgangsposition für die Einführung der nächsten Mobilfunkgeneration. Denn im Gegensatz zu Europa, wo der Grossteil der Bevölkerung bereits über ein bzw. mehrere Mobiltelefone der alten Generation verfügt, schaffen sich die amerikanischen Konsumenten nun direkt ein 3G taugliches Telefon an. Auch scheint hier von einem Geräteengpass keine Rede zu sein. Beim betreten eines Geschäfts, das Mobilfunkartikel vertreibt sieht man eine Vielzahl 3G tauglicher Endgeräte, wie z.B. das Handspring Treo 300, Kyocera 7135, Motorola A830, Panasonic D2101V, Samsung SPH-a500, Sanyo SCP-4900 oder das Sony Ericsson T68i. Diese Telefone bieten Funtionen wie einen Touchscreen, GPS Technologie für einen Notruf (siehe Artikel „U-TDOA – der Durchbruch für Location-Based-Services), ausfaltbare externe Keyboards, MP3 Player, Slots für z.B. zusätzlichen Memory oder integrierte Photo- und Videokameras.
Ein weiterer grosser Vorteil der amerikanischen Mobilfunkanbieter besteht darin, dass sie im Gegensatz zu europäischen und speziell in Deutschland vertretenen Wettbewerbern keine Lizenz ersteigern mussten, um Mobilfunkdienste der 3 Generation anzubieten. Auch der Aufbau der erforderlichen Infrastruktur war wesentlich unkomplizierter und daher kostengünstiger. War? Richtig, die ersten amerikanischen Anbieter haben den Aufbau der Infrastruktur abgeschlossen und befinden sich nun bereits beim Eintritt in die 3. Generation des Mobilfunks. Beispielsweise Sprint, einer der führenden Mobilfunkanbieter in den USA, musste nach eigenen Angaben „gerade einmal“ 700-800 Mio. US $ in den Aufbau des USA-weiten Netzes investieren, dass Anfang August in Betrieb genommen wurde. Die Anbieter mussten keine neuen Sendemasten aufstellen sondern konnten grossteils auf Ihre bereits bestehende Infrastruktur aufbauen. Oftmals war lediglich ein Softwareupdate erforderlich, um von dem in Amerika weit verbreiteten CDMA auf den CDMA2000-Standard umzustellen. Amerikanische Anbieter mussten also für den kompletten Netzaufbau lediglich ein Zehntel der Investitionen tätigen, die deutsche Mobilfunkanbieter alleine für die erforderliche Lizenz gezahlt haben.
Sprint geht bei seinem Start von einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 144 kbps aus. Durchschnittlich sollen Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 kbps erreicht werden. Später dieses Jahr soll die PC Business Connection Personal Edition (PCBPE) verfügbar sein, die es Unternehmen ermöglicht ihren Mitarbeitern einen firmenweiten mobilen Zugang zu ermöglichen. Die PCBPE ist eine netzwerkbasierte Lösung die vom Sprint eSolution Center geostet wird. IT-Abteilungen sollen von einer einfachen Installation und Administration profitieren und somit Lösungen anbieten, die Standards wie beispielsweise Secure Socket Layer (SSL) oder Virtual Private Networkl (VPN) nutzen. Die Dienste werden nicht mehr länger per Minute sondern per heruntergeladenes MB berechnet.
Wobei Sprint längst nicht der einzige Anbieter ist der in den USA schon heute hochwertige mobile Datendienste anbietet. So bietet Verizon bereits seit Mai ein Angebot Namens „Exego“. Exego ist Teil der Binary Runtime Enviroment for Wireless (BREW). Nach einer Prüfung der National Software Testing Laboratories (NSTL) ist der BREW-Standard nun für den weltweiten Betrieb verfügbar.
Nach dem Download der Exego-Software auf einen PC kann jeglicher Content auf einen Server von Verizon hochgeladen werden. Von dort werden die Daten über eine sicher Verbindung mit einem mobilen Endgerät heruntergeladen. Ausserdem bietet Exego die Möglichkeit Instant Exchange Sessions mit anderen mobilen Endgeräten durchzuführen und somit Daten von Endgerät zu Endgerät zu übertragen. Weiterhin können Nutzer Multimedia und eMail-Nachrichten austauschen. Ebenfalls im Mai hat Verizon eine Kooperation mit Microsoft abgeschlossen. Seither können Verizon-Kunden auch auf die MSN-Dienste von Microsoft zugreifen und Ihre eMails bei Hotmail abrufen oder den MSN-Messenger nutzen.
Nach dem Besuch unterschiedlicher Stores amerikanischer Mobilfunkanbieter muss ich gestehen doch positiv überrascht zu sein. Die bereits angebotenen Endgeräte und Services vermitteln einen guten ersten Einsdruck und bieten im Gegensatz zu vergangenen Mobilfunkgenerationen nicht länger Enttäuschungen sondern erstmals ein wirklich interessantes Erlebnis. Die beeindruckenden Farbdisplays bieten beispielsweise für Spielefans vollkommen neue Möglichkeiten. Aber auch der Business User freut sich bereits jetzt über den komfortablen Zugriff auf eMails und die beeindruckende Geschwindigkeit der Internetverbindung. Early Adopters werden wohl erstmals positive Rückmeldungen in den Markt senden, was zumindest in den USA eine erfolgreiche Einführung dieser neuen Generation des Mobilfunks ermöglicht.
Dies war lediglich ein Ausschnitt aus dem Trendletter – Oktober 2002 der conceptbakery. Sie können das Dokument in voller Länge auf der Website www.conceptbakery.de downloaden.
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