(openPR) Ein in Indochina verschollener Fremdenlegionär sorgt mit seinem 1952 erschienenen Gedichtband "Ich schreibe mein Herz in den Staub der Straße" für Furore in der literarischen Welt. Dank seiner außergewöhnlich aufregenden Biographie ist der Autor Georges Forestier bald in aller Munde – der Gedichtband eine Sensation. Doch hinter dem deutsch-französischen Autor steckt in Wirklichkeit ein höchst lebendiger Düsseldorfer Verlagsdirektor. Er beschwört den größten Literaturskandal der jungen Bundesrepublik herauf. Die Autorin Jutta Roth greift in ihrem Roman „Falschspieler“ (ars vivendi verlag) diese Geschichte auf: Braucht es nur eine schillernde Autorenvita, um mittelmäßigen Versen zu Auflagenrekorden zu verhelfen? Sie entfaltet, angelehnt an diesen authentischen Betrugsfall, einen echten Literaturthriller.
Vier verschiedene Perspektiven kreieren nach und nach ein Bild des „Falschspielers“ – im Buch Leo Zurmühlen genannt. In den Kindheitserinnerungen eines der Protagonisten, Friedrich Faber, wird er erstmalig näher beschrieben. Später gibt der betrügerische Schriftsteller Zurmühlen die Gedichte des nach Kanada ausgewanderten eigentlichen Dichters als seine eigenen aus. Ein Universitätsprofessor, der jüngere Bruder von Friedrich Faber, entlarvt den poetischen Vagabunden nach Jahrzehnten als Fälscher und Dieb. Schließlich nimmt Jungautor Marc Geldner die Fährte auf, um die von Faber begonnene Erzählung auf seine Weise zu Ende zu bringen und den lyrischen Schwindel aufzulösen.
Mit „Falschspieler“ schafft Jutta Roth ein plastisches Bild vom Literaturbetrieb der Nachkriegsjahre bis heute – spannend wie ein Krimi und mit vielen überraschenden Wendungen bis zum Schluss.
Jutta Roth:Falschspieler
ars vivendi verlag
288 S., Hardcover,
€ 17,90 (D) / € 18,50 (A) / sFr 29,90
ISBN: 978-3-89716-306-5











