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Busschule erstmals Behinderten-Werkstatt angeboten

16.09.200812:59 UhrTourismus, Auto & Verkehr

(openPR) „Eigenständig Bus fahren zu können, ist für die behinderten Menschen in den Steinheimer Werkstätten ein wichtiger Baustein in ihrer Selbständigkeit.“ Daher, so Einrichtungsleiterin Susanne Hartsuiker, sei sie der Hanauer Straßenbahn (HSB) für das Angebot ihrer Busschule dankbar. Michael Rüfer, bei der HSB erfahren im Fahrgast-Verhaltenstraining mit Schülern, nahm sich erstmals einer achtköpfigen Gruppe Behinderter und zweier Betreuer an. Sein Fazit: „Eine bereichernde Erfahrung, auf der sich für weitere Begegnungen aufbauen lässt.“


Wer als Erwachsene(r) die Steinheimer Werkstätten besucht, war es zwar als Schüler früher oft gewohnt Bus zu fahren. „Aber wegen anderer Beförderungsarten haben sie es später oft wieder verlernt“, gibt Leiterin Hartsuiker zu bedenken. „Dabei ist die eigenständige Mobilität eine Schüsselqualifikation, wenn wir unsere Mitarbeiter am Arbeitsmarkt platzieren wollen“, beschreibt sie den hohen Stellenwert der Busschule weiter.
Manche unter den mehr als 300 Menschen, die an der Otto-Hahn-Straße in der Metallverarbeitung oder der Industriemontage einen Arbeitsplatz gefunden haben, sind auch noch nie mit einem öffentlichen Nahverkehrsmittel gefahren. Etwa zehn Prozent von ihnen benutzen bisher die HSB-Linie 12, um von der Wohnung zur Arbeit in den Steinheimer Werkstätten zu gelangen.
Was ist wichtig zu wissen, wenn sie selbständig Bus fahren? Rüfer vermittelt die Hinweise und Regeln, die er in der Busschule auch Viert- und Fünftklässlern beibringt. Mit dem Unterschied, dass er beim Behindertenwerk Main-Kinzig mehr Zeit hat als bei Grundschul- oder Gymnasialklassen.
Zum Unterrichtsstoff zählt beispielsweise die Bitte, sich immer gut festzuhalten, auch wenn die Fahrgäste einen Sitzplatz ergattert haben. Denn das bewahre im Falle einer plötzlichen Gefahrenbremsung des Busfahrers vor bösen Aufprallverletzungen. Und wer einen Stehplatz hat, solle zusätzlich stets versuchen, in Fahrtrichtung zu stehen. „Dann lässt sich besser vorausschauen, was passiert“, rät Rüfer.
Rüfers humorvoller Umgang erleichtert es ihm, mit Mitgliedern der Trainingsgruppe Situationen nachzustellen: etwa den Einstieg mit dem Rollstuhl über die Rampe am hinteren Buseinstieg und das Sichern des Rollstuhls während der Fahrt. Oder das Simulieren des toten Winkelns, wenn vom Busfahrersitz aus durch die Rückspiegel niemand zu sehen ist, der fälschlicherweise hinterm Busheck steht.
Verkehrserziehung haben die Betreuer mit der Busschul-Gruppe, wie mit anderen in den Werkstätten, schon betrieben. Denn auf dem Weg von der Bushaltestelle „Pfaffenbrunnenstraße“ bis zu den Werkstätten gilt es mancher möglicher Gefahr zu begegnen, weil beispielsweise die Fahrbahn zu überqueren ist.
Damit verbundene Ängste würde Leiterin Hartsuiker vor allem den Eltern der jungen erwachsenen Behinderten gerne nehmen, indem sie sich für eine neue Haltestelle direkt vor den Werkstätten einsetzt. „Dann würden mehr Beschäftigte den Bus in die Otto-Hahn-Straße benutzen“, ist sie sicher. HSB-Geschäftsführer Michael Takatsch hat versprochen, sich für diese Haltestelle einzusetzen, wenn künftig die neue Buslinie 11 ohnehin direkt dort vorbei fährt.
Welchen unmittelbaren Nutzen aus dem bei HSB-Fachmann Rüfer Erlernten kann die Busschule nun für die Trainingsgruppe haben? Rainer Möller, Gruppenleiter im Berufsbildungsbereich, erzählt: „Wir fahren heute mit dem Bus zur Eisdiele. Wer will, kann es schon selbständig versuchen.“ Und er schaut weiter voraus: Fahraufträge per Bus ließen sich erledigen und weitere Ausflüge machen. Insgesamt gehe es darum, „Lust auf öffentlichen Nahverkehr zu machen“.
Möller setzt darauf, dass die positiven Erfahrungen der Pilotgruppe auch bei anderen aus den Werkstätten das Interesse am selbständigen Bus Fahren wecken. Die Neugierde derer, die das Treiben in der Busschule beobachteten, scheint ihm Recht zu geben.

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