(openPR) Wer sich der Wahl des Jobs oder Studienfachs auf Arbeitsmarktprognosen verlässt, macht einen Fehler - es kommt auf Begabung und Neigung an. Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Online-Ausgabe. Entscheidet man sich nämlich für ein Studienfach, in dem gerade Arbeitskräftemangel herrscht, dann tun es meist auch viele andere, und die angebliche Jobgarantie löst sich in Luft auf. Wer sich nicht an Trends orientiert, kann umgekehrt genau richtig liegen. Ein Beispiel: In den Jahren 2000 und 2001 wurden unglaubliche Gehälter im IT-Bereich gezahlt, und die entsprechenden Studiengänge boomten. Nach der Krise in der Branche waren die Computerfachleute dann nicht mehr unterzubringen. Selbst die Ingenieure, die heute so händeringend gesucht werden, standen in den neunziger Jahren auf der Verliererseite, als es in diesem Bereich kriselte.
Nach Trends und Prognosen zu studieren, ist daher sehr gefährlich. Dies tun allerdings die wenigsten Erstsemester. Die Liste der zehn beliebtesten Studienfächer, die das Statistische Bundesamt erfasst, ist seit Jahren konstant. An der Spitze der Rangliste des Jahrgangs 2006/07 steht die Betriebswirtschaftslehre, gefolgt von Rechtswissenschaft, Germanistik, Allgemeinmedizin, Maschinenbau und Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsingenieurwesen, Elektrotechnik und Mathematik. Als Motiv für die Wahl ihres Studiengangs gaben Erstsemester in einer Befragung der „Hochschul Informations System GmbH“ (HIS) am häufigsten an, dass sie nach Begabung und Neigung studieren. Dies ist aus Sicht der Personaler genau das Richtige. „Man ist nur da überdurchschnittlich gut, wo man Leidenschaft mitbringt“, erklärt Philip Janssen von der Hilti Deutschland GmbH. Allerdings achten jedoch immer mehr Erstsemester nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage bei der Fächerwahl auch auf die Job-Chancen. 68 Prozent der Befragten dieses Jahrgangs setzten auf sichere Berufsoptionen.
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