(openPR) Wie Gastón Bachelard sagte, „die reale Zeit existiert eigentlich nur für einen abgeschlossenen Augenblick, sie befindet sich vollständig im Aktuellen, in der Gegenwart“. Aber was geschieht, wenn man diesen Augenblick fotografiert und man ihm eine ewige Dauer verschafft? Die Intuition von Vergangenheit und Zukunft verschwindet. Es verschwinden die Stunden, die Minuten, die Sekunden ... Es verschwindet die Realität.
Das sind Gedanken von Isabel Tallos (24), Fotografin aus Madrid, die im Rahmen der Sammelausstellung Junge Talente aus Spanien augenblicklich in der Galerie 100 kubik in Köln ausstellt. Isabel Tallos kann auf eine solide Ausbildung zurückblicken und auf eine schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete künstlerische Laufbahn. Mit ihren Fotografien gelingt es ihr, dass dem Betrachter alle Bezugspunkte verloren gehen und er sich auf seine Einbildungs-und Deutungskraft einlassen muss.
Ihre Serie Ingrávitas (Schwerelosigkeit) zeigt Bilder, in denen die Schwerkraft ihre Richtung verloren hat. Das Oben überschneidet sich mit dem Unten, was fällt, mit dem, was steigt. Die Bilder der Serie Incúbitas (Eingewürfelt) erinnern an die Schachteln der Insektenforscher, denn die menschlichen Vorzeigestücke sind in einer Struktur von quadratischen Zellen versammelt, zwischen denen keine Verbindung besteht, die aber von oben betrachtet den Anblick eines zusammenhängenden Makrokosmos offenbart.













