(openPR) Noch bis zum 31. Juli zeigt die Galerie Kubik in einer Gruppenausstellung die Vielfältigkeit der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema Porträt. Vertreten sind Künstler der Bereiche Malerei und Fotografie: Salustiano (*1965, Sevilla), Álvaro Martínez Alonso (*1983, Burgos), Víctor Dolz (*1945, Girona), Jordi Urbón (*1962, Puigcerdá), Susana Reberdito (*1962, San Sebastián) und Isabel Tallos (*1983, Madrid).
Die Darstellung des Menschen als Individuum in Form eines Porträts geht zurück bis in die Malerei der Renaissance. Heute hat sich das mediale Spektrum maßgeblich erweitert, doch auch die klassische Leinwand bleibt ein wichtiger Bestandteil der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Thema. Während Salustiano für seine hyperrealistischen Porträts bekannt ist, die den Betrachter durch ihren intensiven Blick in ihren Bann ziehen, arbeitet Víctor Dolz mit expressivem Pinselstrich und rauer Farbigkeit, um die ungeschönte Realität aufzuzeigen.
Die iPad Zeichnungen von Susana Reberdito sind eine Hommage an Fotografien von Man Ray. Mit gestischem Strich und gezieltem Einsatz von Farbe kreiert sie aufs Wesentliche reduzierte Porträts. Ebenfalls im intermedialen Bereich bewegt sich Jordi Urbón, dessen digitale Malereien auf klassischen schwarz-weiß Fotografien basieren. Diese erweitert er auf interessante Weise um farbige, teils surreal anmutende Elemente und versetzt den Menschen somit in fantastische, traumartige Welten.
Die beiden Fotografen Isabel Tallos und Álvaro Martínez stellen ebenfalls den Menschen in den Mittelpunkt ihres Schaffens. Tallos wird dabei selbst zur Protagonistin ihrer Werke, den Blick jedoch stets vom Betrachter abgewandt. Ihre Themen sind Einsamkeit und der Bezug von Mensch und Raum. In ihren streng komponierten architektonischen Bildwelten wird deutlich wie sich die Dimensionen verändern. Álvaro Martínez‘ Foto-Serie „Ein Land im Stillstand“ beschäftigt sich mit aktuellen sozialen Themen wie den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Bevölkerung Spaniens. Vertreter verschiedener Berufsgruppen werden in der Luft schwebend in ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld abgebildet. Sich selbst porträtiert er in der Serie als Fotograf und tritt somit mehr als Teil als einer Berufsgruppe denn als Individuum in Erscheinung, um die Gesamtaussage des Werks zu unterstreichen.




















