(openPR) Immer noch fristen Millionen von Nerzen auf deutschen Pelzfarmen ein trauriges Dasein. Der Deutsche Tierhilfe Verband fordert nun ein generelles und umfassendes Verbot von Pelztier-farmen. Politik, Verbraucher und Tierschützer müssen an einem Strang ziehen, um der Pelz-lobby den Garaus zu machen.
Jedes Jahr werden weltweit über 30 Millionen Tiere getötet, allein um die deutsche Pelzlust zu befriedigen. Besonders gefragt sind nach wie vor Nerze – auf Zuchtfarmen fristen sie ein kurzes und qualvolles Leben. Eingepfercht in engen Drahtkäfigen warten sie auf die Verga-sung oder zerfleischen sich aus Langeweile gegenseitig. Artgerechte Haltung: Fehlanzeige. Das blutige Geschäft mit den Pelztieren!
Videoaufnahmen belegen Tierquälerei: Bei Filmarbeiten fanden die Tierschutz-Aktivisten viele Tiere mit Bisswunden, ganz offensichtlich wurden die Tiere nicht tierärztlich behandelt. Der Kot türmte sich in den Käfigen. Die Nerze müssen in ihrem eigenen Unrat leben. Die Enge in solchen Pelztierfarmen führt zu artfremdem Verhalten wie Kannibalismus, das heißt, dass sich die Tiere gegenseitig zerfleischen. Die Monotonie in den engen Käfigen macht die Tiere wahnsinnig, sie laufen nur noch im Kreis. Stereotypes Verhalten ist zu beobachten. Daran sind ausschließlich die Haltungsbedingungen auf den Farmen schuld.
Vor ein paar Jahren wurde das Thema Pelz noch viel sensibler gehandhabt. Starmodels ließen alle Hüllen für Antipelzkampagnen fallen. Mit Slogans wie „Lieber nackt als mit Pelz“ po-sierten sie für die großen Mode-Magazine, „Anti-Pelz“ war in. Auch die groß angelegten Öf-fentlichkeitsaktionen von Tierschutzorganisationen führten dazu, dass die Umsätze der Pelz-industrie einbrachen. Doch das ist heute alles vergessen. Mit millionenschweren PR-Kampagnen hat sich die Pelzindustrie selbst ein positives Image erschaffen. Pseudogutachten von gut bezahlten Wissenschaftlern helfen, das öffentliche Bild von Pelzfarmen zu schönen.
Nicht ohne Grund befinden sich Pelzfarmen versteckt in Wäldern hinter hohen Mauern und Zäunen. Zusätzlich sind die Anlagen mit der neuesten Technik gegen neugierige Blicke gesi-chert. Aber auch die Farmer selbst wissen genau, wie man mit lästigen „Besuchern“ umzuge-hen hat, wie die Filmemacher es bei einer Nerzfarm bei Rahden/NRW erleben durften. Nach-dem sie bemerkt wurden, sind sie von einem Pelzfarmer brutal attackiert worden. Dabei wur-de die Filmkamera vollständig zerstört. Authentische Videoaufnahmen trüben das „positive Bild“ von Pelzfarmen; und um dies zu verhindern, ist den Pelzfarmern scheinbar jedes Mittel recht. Die Devise in diesem Fall heißt wohl „Zuschlagen und Zerstören“.
Der Deutsche Tierhilfe Verband e.V. startet heute eine bundesweite Unterschriften-Aktion mit dem Ziel, ein generelles Verbot von Deutschen Pelzfarmen zu erreichen. Die Unterschrif-tenlisten können ab sofort über die Website www.deutschertierhilfeverband.de heruntergela-den werden.
Auf der Website ist auch eine umfassende Videodokumentation zum Thema Pelzfarm einzu-sehen.










