(openPR) „Eine bessere Stimmung prägt den Markt für Schlafraummöbel“
Der Markt für Schlafraummöbel verlief für den Möbelhandel in den letzten Jahren wenig zufriedenstellend. Die Situation kann sich in 2008 allerdings ändern, was laut bbw -Titze -Befragung immerhin rd. 53 % der befragten Handelsexperten so sehen.
(http://www.markt-studie.de/studien/schlafraummoebel-trends-2008-p-44350.html)
Begründet werden die positiven Erwartungen zumeist mit den aktuellen Rahmenbedingungen des Marktes, die das Absatzszenario für Schlafraummöbel heute in einem besseren Licht erscheinen lassen. In dem Zusammenhang werden nachfolgende Faktoren als besonders wichtig angesehen:
* ein weiter wachsendes Verbraucherinteresse an der Wohnungseinrichtung,
* ein gewaltiges Renovierungspotential für den Themenkomplex Schlafraummöbel und hier insbesondere bei Betten und Matratzen,
* eine positive, allerdings noch steigerungsfähige Exportentwicklung,
* eine wachsende Anzahl älter werdender Menschen, die möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden wohnen möchten.
Für die Verbraucher ist der Schlafraum heute zu einem Mittelpunkt des häuslichen Lebens geworden. Die Impulse, die sich hieraus ergeben, reichen jedoch allein für eine verbesserte Umsatzerzielung nicht aus. Es muss seitens Handel und Industrie wesentlich mehr getan werden, den Kunden zu binden. Gelingt das nicht, straft der Kunde den Handel weiterhin mit anhaltender Kaufzurückhaltung.
Einiges spricht für steigende Umsätze im Marktfeld „Wohnen“. Wohneigentum ist heute sehr wichtig, aber noch wichtiger ist in dem Zusammenhang der altbekannte Trend „Cocooning“ oder „back home“, der zwar schon vor vielen Jahren die Erwartungen der Branche genährt hat, jedoch an Wirkung bis heute nur wenig verloren hat. Die Wohnungseinrichtung muss heute optimal sein. Sie dient der Präsentation, wenn auch verstärkt der Darstellung des eigenen individuellen Stils. Insofern erfreut das Thema Einrichten und das Schaffen von Wohnwelten als Mittel der Selbstverwirklichung eine große Verbraucherschar. Aber gerade in der Möbelbranche wandeln sich Trends und Vorlieben der Verbraucher innerhalb kurzer Zeit.
Die Möbelproduktion hat Ende 2007 endlich wieder das Umsatzniveau von vor zehn Jahren erreicht und damit die drastischen Umsatzeinbußen der vergangenen Jahre überwunden. Doch der Grat der wirtschaftlichen Erholung ist noch schmal und so ist keine Euphorie angebracht, zumal das Neugeschäft im Inland immer noch stagniert So stiegen die Umsätze in 2007 zwar nominal um 1,8%, jedoch bedeutet dies preisbereinigt einen Stillstand.
Ähnlich ist die Situation im Markt für Schlafraummöbel zu werten. Auch beim Verkauf von Schlafraummöbeln ist der Markt in Bewegung geraten. Nicht nur, dass der Durchschnittspreis für Schlafraummöbel dramatisch sinkt, immer weniger Schlafraummöbel werden in Deutschland gefertigt, wenn sich auch dieser Prozess seit 2005 deutlich verlangsamt hat.
Wurden noch im Jahre 2000 Schlafraummöbel mit einem Umsatz in Höhe von 2.585 Mio. € gefertigt, so lag dieser Wert 2005 nur noch bei 2.172 Mio. €. In 2006 und 2007 konnte die Produktion allerdings wieder gesteigert werden. Die Steigerungen sind jedoch einzig und allein den gestiegenen Exportzahlen zu verdanken, während der Import fast im gleichen Verhältnis rückläufige Tendenzen zeigt. Dementsprechend war der Markt für Schlafraummöbel zu Endverbraucherpreisen zuletzt stets rückläufig.
Die kaufkräftige Generation 50 plus legt verstärkt Wert auf einen hohen Schlafkomfort, gepaart mit Individualität und Bequemlichkeit. Hochwertige Matratzen und Auflagen aus neuen Materialien werden ebenso zum Thema gemacht wie Betten mit einem höheren oder höhenverstellbaren Einstieg. Doch bisher fehlen dem Handel die entsprechenden Konzepte, um die vorhandene Nachfrage auch komplett in Verkäufe umzusetzen.
Auch der Wellnesstrend macht vor den Schlafzimmern nicht mehr halt. Und eine Generation, die in Bad und Küche Wert auf Individualität, Wohnlichkeit und Komfort Wert legt, wird auch nicht mehr in alten Betten und engen Schränken wohnen wollen. Ebenso werden Fernseher, Hifi-Anlage oder Laptop in die Schlafzimmereinrichtung integriert. Im Bereich der Schränke stehen immer effektivere und modernere Ordnungssysteme zur Verfügung und das Thema Beleuchtung gewinnt weiter an Bedeutung.
Der Möbelkonsument der Zukunft setzt auf Lösungen, die seine Lebensqualität erhöhen können. Der moderne Mensch möchte eben nicht nur Möbel, sondern Schlafraummöbel mit Funktionen für seine spezifischen Bedürfnisse. Das wichtigste Bedürfnis bleibt eine gute Matratze. Bei den Sortimenten liegen die Matratzen / Lattenroste in 2007 in der Befragung mit einer Benotung von 1,15 an der absoluten Spitze der „Rennersortimente“. Es folgen knapp dahinter Einzelbetten und Doppelbetten mit einer Benotung von 1,30 beziehungsweise 1,44. Deutlich wird hier, dass, abgesehen von der sehr speziellen Produktgruppe Wasserbetten, das Thema Betten das wichtigste Trendthema im Schlafraum ist.
Betrachtet man den Markt für Schlafraummöbel aus der Sicht des Insiders, so kann man für die nächsten Jahre folgende Marktentwicklungen voraussehen:
* Die Konzentration im Einzelhandel nimmt auch bei Schlafraummöbelnzu.
* Eine zum Kauf motivierende Warenpräsentation wird immer wichtiger.
* Qualifiziertes Verkaufspersonal ist gerade bei Schlafraummöbeln erforderlich.
* Kleinere Händler müssen eine Spezialisierung anstreben.
* Kleinere Händler haben aber gerade bei „Best Agern“ Chancen.
* Ein zielgruppengerechtes Angebot ist zwingend erforderlich.
* Die reine Preisvermarktung endet häufig in der Insolvenz.
Zur Trendstudie: Schlafraummöbel-Trends 2008: http://www.markt-studie.de/studien/schlafraummoebel-trends-2008-p-44350.html













