(openPR) Vorstellung der Studie „The future of work to 2020” von Pricewaterhouse-Coopers – Personalwesen als Business-Partner für Unternehmen
Die Bedeutung des Themas „Personalmanagement“ ist unbestritten, doch das
Vertrauen von Unternehmensführern in die eigene Organisation hält sich in Grenzen – diesen Rückschluss lässt die aktuelle Studie „Managing tomorrow’s people - The future of work to 2020“ der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zu, die im Rahmen der Veranstaltung „Forum Personal“ der Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH vorgestellt wurde. Demnach hat effektives Personalmanagement zwar für 89 Prozent der bei der Umfrage interviewten CEO’s eine herausragende Bedeutung, doch nur 43 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass die eigene HR-Organisation diese Aufgabe erfolgreich wahrnehmen kann. Demzufolge stehen den Personalabteilungen großer und mittelständischer
Unternehmen weitreichende Umstrukturierungen bevor: „Die Rolle
der Personalfunktion wird sich fundamental ändern“, prognostizierte Holger Leckebusch, Director People & Change bei PricewaterhouseCoopers.
Vergangenheit und Zukunft
Die zahlreichen interessierten Besuche, die der Provadis-Einladung aus der Reihe „Forum Personal“ gefolgt waren, unternahmen eine Zeitreise im doppelten Sinne: Die Veranstaltung fand in der originalgetreu restaurierten Ausstellungshalle des 1924 fertiggestellten Peter-Behrens-Baus im Industriepark Höchst statt, der Industriegeschichte lebendig werden lässt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand aber die „Zeitreise“ in das Jahr 2020 und die Zukunft des Personalmanagements.
Studie beschreibt drei Szenarien
Holger Leckebusch beschrieb bei seinem Vortrag drei verschiedene Szenerien, wie sich Unternehmen in den nächsten 10 bis 15 Jahren verändern könnten, und verdeutlichte die Auswirkungen auf das Personalmanagement. Dabei unterschied er zwischen der Fiktion einer blauen, grünen und orangen Welt. Die „blaue Welt“ wird von großen, beständig wachsenden Unternehmen geprägt sein, in denen die Konzerne die Mitarbeiter durch umfangreiche soziale Leistungsangebote binden, während für die Zukunfts-Unternehmen in der „grünen Welt“ eine sozial-ökologische Ausrichtung charakteristisch ist und das Personalwesen hierfür geeignete Mitarbeiterprogramme entwickeln muss. Das radikalste Szenario ist das der „orangenen Welt“: Einem von vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Freiberuflern geprägten, globalen Wirtschaftsgeflecht, in dem bei der Personalarbeit der Aufbau von Netzwerken und die Pflege von Beziehungen zu den Mitarbeitern im Fokus stehen.
Personalwesen muss die Geschäftsstrategie aktiv mitgestalten
„Geschäftsmodelle werden sich in Zukunft immer rascher ändern“, sagte Holger
Leckebusch. „Aufgabe des Personalmanagements wird es daher sein, die Geschäftsstrategie aktiv mitzugestalten und die Veränderungen im Unternehmen zu unterstützen.“ Dem Personalwesen falle mehr die Rolle eines Business Partners zu: Nur wenn das für die Umsetzung einer Unternehmensstrategie erforderliche Personal rekrutiert werden könne und die vorhandenen Mitarbeiter die mit der Umsetzung dieser Strategie verbundenen Voraussetzungen erfüllen, könne ein Unternehmen auf Dauer erfolgreich sein.
Wie Personalmanagement in einem erfolgreichen Unternehmen funktioniert und
mit welchen Strategien den Anforderungen der Zukunft begegnet wird, erläuterte Anton Schilcher, HR Country Head von Novartis in Deutschland. Das in 140 Ländern der Welt aktive Pharmaunternehmen, das weltweit 98.200 Mitarbeiter beschäftigt und 2007 einen Umsatz von 38,1 US-Dollar erwirtschaftete, sieht schon heute in der pro-aktiven Gestaltung von Veränderungen der Weltmärkte nicht zuletzt auch eine Aufgabe für das Personalmanagement. So erfordern beispielsweise neue Vertriebswege entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und die Schaffung neuer Berufsbilder. Ein internationales Talent-Management-Programm, attraktive
Incentive-Systeme sowie die Stärkung von Unternehmertum und Eigenverantwortlichkeit stehen nur stellvertretend für die Maßnahmen, mit denen das Ziel erreicht werden soll, Mitarbeiterkultur und Unternehmenserfolg zu vereinbaren. Den beiden informativen Vorträgen schloss sich ein reger Gedankenaustausch der Teilnehmer an, die vom Provadis Forum Personal viele wertvolle Anregungen mitnehmen konnten.












