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Erste Stroke Units führen SRAclinic ein

26.08.200814:58 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Kliniken in Gera und Merzig nutzen künftig Screening-Verfahren zur Ursachen-klärung nach Schlaganfall und Vermeidung von Sekundär-Ereignissen

Pirmasens, August 2008. Viele Patienten erleiden nach ihrem ersten Schlaganfall auch einen zweiten – oft innerhalb des ersten Jahres und größtenteils mit noch schlimmeren Konsequenzen. Daher spielt die Sekundärprävention und damit verbunden die Ermittlung der Ursache eines Hirninfarkts eine bedeutende Rolle. Vor diesem Hintergrund haben sich jetzt mit dem SHG Klinikum Merzig und dem SRH Wald-Klinikum Gera die ersten beiden Kliniken mit Stroke Units (Schlaganfallstationen) für den Einsatz von SRAclinic von der apoplex medical technologies GmbH aus Pirmasens entschieden. Eine gut zweistellige Anzahl weiterer Einrichtungen dieser Art erprobt den Einsatz der seit Anfang 2008 verfügbaren telemedizinischen Lösung, die auf mehreren mathematischen Verfahren basiert; mit vielen anderen werden darüber hinaus bereits vertiefte Gespräche über die weitreichenden medizinischen und wirtschaftlichen Vorteile eines Einsatzes geführt.


Bei einer Vielzahl von Schlaganfällen kann deren Ursache trotz intensiver Diagnostik nicht geklärt werden. Unerkanntes paroxysmales Vorhofflimmern wird in vielen Fällen vermutet. Mit dem auf EKG-Daten aufsetzenden SRAclinic lassen sich Patienten mit erhöhtem Risiko auf diese Herzrhythmusstörung jedoch auch dann nachweisen, wenn es in der Stroke Unit während der vierundzwanzigstündigen Datenaufnahme zu keiner Flimmerepisode gekommen ist. Das erhöht nicht nur beträchtlich die Sensibilität der Untersuchung und damit die Aussicht, ein etwa vorhandenes Vorhofflimmern nachzuweisen und zielgerichtet therapieren zu können, sondern hilft auch spürbar dabei, die vorhandenen – insbesondere kardiologischen – Ressourcen gezielter zu nutzen.

SRAclinic bereits in zwei Kliniken im Einsatz
Seit Mai 2008 kommt SRAclinic sowohl in der Stroke Unit als auch auf der neurologischen Normalstation am SHG Klinikum Merzig zum Einsatz; eine mögliche Ausweitung auf die Innere Station wird derzeit von Internisten und Klinikführung näher geprüft. Der dort verantwortliche Chefarzt der Neurologie, Prof. Dr. med. Matthias Strittmatter, der auch als Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe aktiv ist, zeigt sich von der Einfachheit des technischen und apparativen Ablaufs überzeugt. Das Verfahren selbst bringe insbesondere neben der Zuverlässigkeit auch deutlich mehr Effizienz in den klinischen Alltag: „Intermittierendes Vorhofflimmern hat leider die Eigenschaft, durchaus auch mal zwei oder drei Monate überhaupt nicht aufzutreten. Wenn also durch entsprechende Lokalisationsmuster, die beim Patienten festgestellt wurden, ein konkreter Verdacht auf einen kardioembolischen Infarkt vorliegt, hat das bislang bedeutet, dass wir etliche Langzeit-EKGs bis zu einem verlässlichen Nachweis durchführen mussten – mithilfe von SRAclinic hingegen genügt in aller Regel ein einziges 24-stündiges EKG.“
Nach sehr guten Erfahrungen im monatelangen Probebetrieb setzt das SRH Wald-Klinikum Gera seit Juli 2008 SRAclinic in der täglichen Routine der Stroke Unit ein. Oberärztin Dr. med. Kathrin Lesser, Leiterin der Stroke Unit am SRH Waldklinikum Gera, möchte die aktuell noch über 20 Prozent liegende Fallzahl mit ungeklärter Schlaganfallursache minimieren, indem sie mithilfe von SRAclinic möglichst viele mit kardio-embolischer Genese herausfiltert. „Wir führen zwar bei unseren Patienten standardmäßig ein EKG-Monitoring mit Arrhythmieüberwachung durch, aber gerade die Vorstufen des Vorhofflimmerns werden dabei nicht erkannt, sondern nur während der Untersuchung manifest auftretende Arrhythmien. Allein schon aus Kapazitätsgründen ist es uns jedoch nicht möglich, bei Patienten, die im Durchschnitt 7 bis 10 Tage auf der Station liegen, alle zwei Tage ein Langzeit-EKG zu initiieren, um den Dingen auf den Grund zu gehen, denn schließlich ist nicht nur die Zahl der Geräte begrenzt, sondern auch das kardiologische Fachpersonal, um die Untersuchungen auszuwerten. Bislang konnten wir daher lediglich der Reha-Klinik oder auch dem niedergelassenen Arzt empfehlen, bei den Patienten mit dringendem Verdacht auf intermittierendes Vorhofflimmern wiederholte Langzeit-EKG´s durchzuführen.“ Heute setzt das SRH Wald-Klinikum Gera in seiner Stroke Unit mit 6 Betten, in der rund 500 Patienten pro Jahr behandelt werden, SRAclinic zur Optimierung der Sekundärprävention ein – um zum einen Vorhofflimmern nachzuweisen, das zeitlich vor dem Screening aufgetreten war, und zum anderen zur Bestimmung der Wahrscheinlichkeit für ein künftiges Auftreten. „Das System ist 24 Stunden am Tag verfügbar und ist praktisch direkt nach Eintreffen der Akutpatienten einsetzbar“, erklärt Dr. med. Kathrin Lesser einen weiteren Vorteil des nach ihrer Einschätzung sehr bediener- und patientenfreundlichen Screening-Verfahrens. „Das ist besonders wichtig, weil die Wahrscheinlichkeit, dass Flimmerepisoden sich nach einem Schlaganfall wiederholen, erfahrungsgemäß auf der Zeitachse abnimmt. Ich hoffe sehr, dass SRAclinic sich möglichst schnell als feste Größe auch im Alltag anderer Stroke Units etablieren wird.“

Gelungener Markteintritt für SRAclinic
„Wir freuen uns sehr, schon so kurz nach der Verfügbarkeit unseres SRAclinic-Verfahrens bereits die ersten beiden Kliniken als Anwender gewonnen zu haben“, erklärt Albert Hirtz, Geschäftsführer der apoplex medical technologies GmbH. „Beide Einrichtungen gehören jeweils zu einem Verbund medizinischer Betriebsstätten – insofern haben die jetzt gemachten Erfahrungen gerade im unmittelbaren Umfeld der Gruppen exemplarischen Charakter mit dem Potenzial des weiteren Ausbaus. Zudem erproben schon viele weitere Stroke Units den Einsatz unseres Verfahrens und wir stehen mit etlichen anderen bereits im engen Kontakt.“

Für den Terminkalender
apoplex medical technologies stellt SRAclinic für alle Interessierten vom 30. August bis 3. September 2008 auf der ESC Congress Messe in München (ICM) vor. Auf der Düsseldorfer MEDICA (19. bis 22. November 2008) richtet sich das Unternehmen an mögliche internationale Partner.

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