(openPR) Wissenschaftlicher Leiter von apoplex medical technologies nimmt KKH-Innovationspreis 2007 für das Schlaganfall-Frühwarnsystem SRA entgegen
Pirmasens, Oktober 2007 - Für ihr bahnbrechendes Verfahren zur Schlaganfall-Risiko-Analyse (SRA) ist der apoplex medical technologies GmbH, Pirmasens, der mit 12.000 Euro dotierte Innovationspreis der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) verliehen worden. Dr. Roland Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter bei apoplex medical technologies, hat die zum vierten Mal und alle zwei Jahre von der KKH für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Früherkennung und Prävention ausgesprochene Auszeichnung am 24. Oktober 2007 im Rahmen des 2. Nationalen Präventions¬kongresses in Dresden entgegengenommen.
Bei SRA handelt es sich um ein Internet-basiertes Screening-Verfahren auf EKG-Basis, mit dem Ärzte (SRAdoc), Apotheken (SRAscreen) und Stroke Units (SRAclinic) sogar nur gelegentlich auftretende Anzeichen erkennen, die auf Vorhofflimmern hinweisen; dieses zählt zu den größten Risikofaktoren insbesondere für Schlaganfall und Demenz.
„Die ausgefeilte Technik, das einfache Handling und die rasche Datenauswertung des Schlaganfall-Frühwarnsystems haben uns überzeugt“, begründet Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH, die Entscheidung. Wie wichtig das Erkennen von Vorhofflim-mern im Kontext der Schlaganfall-Prophylaxe ist, erklärt Dr. Roland Reinhardt von apoplex medical technologies: „Die Erkrankung wird häufig nicht erkannt, wir schätzen die Dunkelziffer allein in Deutsch-land auf 300.000 Patienten.“
Dabei ist die Erkrankung effektiv zu therapieren, und bei rechtzeitiger Behandlung sinkt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, von 24 auf rund sieben Prozent. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamts ereignen sich hierzulande jährlich etwa 200.000 Schlaganfälle. Die Volkskrankheit Vorhofflimmern verursacht in Deutschland an die 50.000 Schlaganfälle pro Jahr und beschleunigt zudem den Fortschritt der vaskulären Demenz; sie gilt somit als der größte einzelne Risikofaktor für das Erleiden eines Schlaganfalls.
Dem Vorhofflimmern mit System auf der Spur
SRA ist die erste praktikable Screening-Analyse, die auch ohne vorhandene Flimmerepisoden während der einstündigen Untersuchung die Patienten mit Anzeichen für ein paroxysmales (plötzlich auftreten¬des) Vorhofflimmern identifiziert. Möglich ist das, weil SRA durch den Einsatz mathematischer Verfahren eine Veränderung der Herzratendynamik interpretiert, die mit dem Einsetzen des Flimmerns einhergeht und nach Beendigung einer Flimmer-Episode nicht immer sofort aufhört. Je nach SRA-Variante schließt sich eine maßgerechte und zielgruppenorientierte Dokumentation an, auf deren Basis bei Bedarf geeignete medizinische Präventivmaßnahmen ergriffen werden können, die drastische Folgen zu vermeiden helfen.
„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung unseres Beitrags durch eine der führenden Krankenkassen für all jene, denen ein Schlaganfall mit seinen schlimmen Konsequenzen durch den Einsatz von SRA erspart bleibt – natürlich auch für deren Familien, die ebenso deutlich weniger Leid erfahren müssen“, so Albert Hirtz, Geschäfts¬führer der apoplex medical technologies GmbH. „Wir gehen davon aus, dass sich die Prämierung weiter positiv auf das Engagement aller Krankenkassen auswirkt, verstärkt auf die Prävention zu setzen und möglichst vielen Patienten den Zugang zu unserem Verfahren zu verschaffen. Denn schließlich fallen die Vorsorge und Vermeidung auch wirtschaftlich allemal günstiger aus als die Behandlung und Nachbehandlung eines erlittenen Schlaganfalls.“
Hintergrund zum KKH-Innovationspreis
Mit ihrem in diesem Jahr zum vierten Mal ausgelobten Innovations-preis für Früherkennung und Prävention zeichnet die KKH wissen-schaftliche und anwendungsorientierte Arbeiten aus diesen Bereichen aus, die innovative Beiträge zur Entwicklung des Gesundheitswesens leisten. Auch in diesem Jahr hat eine hochkarätige Jury die eingereichten Arbeiten bewertet, deren Gewinner auf dem Deutschen Präventionskongress am 24. Oktober 2007 im Dresdner Hygiene¬museum mit einem Preisgeld von insgesamt 24.000 Euro bedacht wurden. Die KKH zählt mit rund 1,9 Millionen Versicherten und einem Haushaltsvolumen von vier Milliarden Euro zu den großen gesetz¬lichen Krankenversicherern in Deutschland.
Im Jahr 2005 war der erste Preis an Dr. med. Hansjürgen Teichmüller von der Sport-REHA Berlin GmbH gegangen. Teichmüller hatte eine Evaluationsstudie entworfen, die den Beitrag standardisierter medizinischer Trainingstherapie zur Stabilisierung der Knochendichte bei postmenopausalen Frauen und damit zur Verbesserung des Sturzrisikos erfasste.
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