(openPR) Deutschland wurde als Solarmarktführer von China und Japan abgelöst. Traurig aber wahr. Solar war eigentlich unser Baby und jahrelang strotzten wir vor Stolz, dieses Segment beherrscht zu haben. Das Traurige daran ist, dass wir in Deutschland nun von den Billigmodulen überschwemmt werden. Der Irrglaube, dass die produzierten Module, die in Asien hergestellt werden, auch in dem Bereich verkauft werden, ist leider falsch. Die Deutschen montierten sich 1.300 Megawatt an Modulen auf die Dächer, soviel wie kein anderes Land auf der Welt. Fast die Hälfte der weltweiten Nachfrage entfiel somit auf Deutschland. Man könne nun sagen, die Branche boomt, was auch richtig ist, dass Problem ist allerdings, dass immer weniger Solarzellen aus Deutschland kommen.
Auch beim Ökostrom ist Deutschland noch Marktführer und auch hier rühmt sich der Bundesverband der Solarwirtschaft und meint, dass sich die Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz bezahlt macht. Was allerdings übersehen wird ist, dass die Fördergelder mittlerweile mehr an ausländische Unternehmen gezahlt werden als an deutsche. Dadurch, dass die Solarindustrie in Asien nicht in dem Maße gefördert wird wie in Deutschland oder Spanien, produzieren die Chinesen billigst in ihrer Heimat, verkaufen in Deutschland und kassieren dafür Fördergelder. Lesen Sie dazu auch die kostenlose Probeausgabe von www.Co2-Aktien.de
Die Chinesen sind auch nicht die Einzigen, die auf den deutschen Markt drängen. Japan hat sich ebenfalls schon vor Deutschland gesetzt und Taiwan und Indien sind stark im Kommen. Mittlerweile hat auch schon Q-Cells Marktanteile verloren. Q-Cells konnte die Prognosen zwar anheben und wächst immer noch sehr gut, aber das Problem ist, dass die chinesischen Unternehmen schneller wachsen und billiger produzieren. 65% der weltweit produzierten Solarzellen stammen mittlerweile aus Asien. Im letzten Jahr produzierte Deutschland Solarzellen mit einer Leistung von 875 Megawatt, in China waren es 1.200 Megawatt. Der Marktanteil schoss damit von 20% auf 28%, wobei der der deutsche Marktanteil bei 20% verharrte.
Mittlerweile kommen sieben der zehn größten Hersteller von Solarzellen aus Asien. Einzig SolarWorld und Solon tauchen noch unter den Top Ten bei den Endprodukten (Solarmodule) auf. Aber auch dies wird sich wahrscheinlich bis Ende 2008 ändern. In Singapur wird gerade die größte Solarfabrik der Welt gebaut.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz unterstützt sowohl ausländische wie auch heimische Produzenten, was natürlich auf Kosten der Verbraucher geht. Anhand unserer Stromrechnung zahlen wir 47 Cent pro Kilowattstunde Sonnenenergie. Normaler Strom kostet 5 Cent pro Kilowattstunde. Deutschland ist absoluter Weltmeister im Zahlen von Fördergeldern für Solarstrom. Diesen Platz wird uns sicher keiner streitig machen. Für die ausländischen Unternehmen ist Deutschland natürlich ein Paradies. Wie oben geschrieben, gibt es in Asien wenig oder fast keine Förderung für Solarenergie. Suntech-Chef Zhenrong Shi meinte auch, dass er vollkommen vom deutschen Markt abhängig ist, da der chinesische Markt fast nicht vorhanden ist. Das heißt, sie können so viele Anlagen verkaufen, wie sie wollen. Nach 1.300 Megawatt rechnet man in 2008 mit 2.400 Megawatt.
FAZIT: Für die deutschen Solarunternehmen sieht die Zukunft nicht besonders rosig aus. Obwohl die Zahlen von Q-Cells und Co. durchwegs gut waren, wird die Gewinn-Marge durch die Billigmodule aus Asien immer geringer. Mit den Produktionskosten in Asien kann Deutschland nicht mithalten und die Preise für Module werden durch das höhere Angebot natürlich auch immer mehr sinken. Das heißt weniger Umsatz und noch weniger Gewinn für die Zukunft. Wenn die Regierung hier nicht schnellstens eingreift, sehe ich für die deutsche Solarindustrie wenig Zukunft, um mit den ausländischen Unternehmen mithalten zu können. Schauen Sie sich jetzt die aktuelle Folge meiner TV-Show Money Money an und gehen auf meine Homepage www.Markus-Frick.de
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http://www.net-tribune.de/article/r040808-03.php
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2008-08/artikel-11439142.asp
http://www.presseportal.de/pm/70995/1240553/finanzdialog_verlag_gmbh
http://www.openpr.de/news/232324/Money-Money-Markus-Frick-vor-N24-n-tv-CNBC-und-NDR.html
http://www.firmenpresse.de/pressinfo55474.html












