(openPR) In seiner nunmehr dritten Ausstellung in der GALERIE Supper widmet sich Andreas Wachter zuweilen mit der Darstellung verklärter Landschaften: So fokussiert er in den gezeigten Bildern mitunter die Stille und Einsamkeit menschenleerer Ansichten, deren Melancholie Erinnerungen an die romantische Malereitradition wecken. Nichtsdestotrotz bleibt die menschliche Figur Mittelpunkt in Wachters künstlerischer Auseinandersetzung: Platziert in weiten, atmosphärischen Landschaften oder in schemenhaft angedeuteten, diffus ausgeleuchteten Interieurs schafft der Künstler Bildszenen zwischen tiefer Ruhe, eindringlicher Spannung und zuweilen auch einer gewissen Verunsicherung.
Das Bildgeschehen von Andreas Wachter bleibt für den Betrachter rätselhaft – begünstigt auch durch die Suggestivkraft der Farben: In bläulich-grauem Kolorit, das teilweise durch kräftig leuchtendes Rot erweitert und kontrastiert wird, erzeugt der Künstler eine geheimnisvolle Stimmung, die durch eine markante, an Caravaggio erinnernde Lichtregie gar eine Steigerung erfährt. Befolgen die Bildwelten Wachters auch die Gesetze der figurativ realistischen Malerei, begründen sie doch eine Wirklichkeit, die Assoziationen zu Traum, Erinnerung und Imagination wecken.
Im Rahmen der Ausstellung wird auch das bisher unbekannte plastische Werk Andreas Wachters präsentiert: Modelliert aus Terracotta, korrespondieren die Büsten und Torsi in ihrer Formensprache stark mit der Figur in Wachters malerischem Schaffen.
Andreas Wachter wurde 1951 in Chemnitz geboren. Der Künstler studierte von 1974 bis 1980 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Arno Rink und Volker Stelzmann. Heute zählt er zu einem der bedeutendsten Vertreter seiner Generation der Leipziger Schule. Wachters Arbeiten sind mitunter im Museum der Bildenden Künste Leipzig, in der Nationalgalerie Posen, im Puschkin Museum Moskau und der Staatsgalerie Stuttgart vertreten.
Veramaria König












![[ R A ] U M W E L T [ E N ] | Tino GEISS & Anja WARZECHA | 18. Jul. - 27. Sep. 2020 Bild: [ R A ] U M W E L T [ E N ] | Tino GEISS & Anja WARZECHA | 18. Jul. - 27. Sep. 2020](https://cdn.open-pr.de/pressemitteilung/e/4/4/e4437ea3.640x400.webp)
