(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Am Freitagabend setzen die Rohölnotierungen auf breiter Front ihren Abstieg weiter fort und erreichten neue Tagestiefs mit massiven Verlusten. Zu den bisherigen bearishen Faktoren hat sich offenbar die Überzeugung gesellt, dass der befürchtete Nachfragerückgang den ganzen Rohstoffbereich erfassen wird. Einige Marktbeobachter wiesen auch darauf hin, dass es bei den preisstützenden geopolitischen Faktoren Entspannungen gegeben hätte. Neben der Meldung aus der Türkei von dem früher avisierten Pumpbeginn der BTC-Pipeline ist es die offizielle Meldung Teherans, dass die zweitägigen Gespräche mit dem Spitzenvertreter der IAEA (International Atomic Energy Agency), Olli Heinonen, "konstruktiv" waren und fortgeführt werden würden. Die Gespräche dienten der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Inspektoren der IAEA und der iranischen Seite. Sie erfolgten im Zusammenhang mit den jüngsten Sanktionsdrohungen der Großmächte.
Heute Morgen hingegen zogen die Notierungen kräftig an. Zum einen wegen technischer Korrekturen nach dem 4%igen Rohölpreisrutsch am Freitag und zum anderen wegen der Besorgnis, dass die Kämpfe zwischen Russland und Georgien die Ölexporte aus der kaspischen Region stoppen könnten. Die OPEC hatte sich hier bereits besorgt geäußert und betont, man werde die aktuelle Förderung aufrecht halten. Dem starken Anstieg folgte bis zum Mittag eine sehr volatile Entwicklung, allerdings mit grundlegend kräftigem Anstieg.
Am frühen Nachmittag zeigte sich eine deutlichere Trendwende. Die Gewinne gingen fast gänzlich verloten und die Rohölpreise bewegten sich an der Marke von 116 Dollar pro Barrel unter leichten Schwankungen seitwärts. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere Rußland/Georgien, stützten den Preis zwar weiter, aber die Auftriebskräfte zeigen sich gebremst, weil bisher keine Beeinträchtigungen der Förderung/Verarbeitung in der Kaukasus-Region gemeldet wurden.
Dennoch setze sich der Abwärtstrend im deutschen Heizölmarkt heute nicht weiter fort; dafür war der Anstieg am Vormittag zu deutlich. Brennstoffspiegel und mineralölrundschau ermittelte heute einen Rückgang gegenüber Freitag in Höhe von rund 0,07 Euro pro 100 Liter im Bundesdurchschnitt. Somit liegt die Differenz zum Vorjahreshoch beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl El bei weiterhin bei über 350 Euro – eine Ersparnis die zum Nachtanken einlädt.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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