(openPR) Klimaschutz und der Erhalt der Biodiversität werden immer wichtiger, nicht nur für das Überleben indigener Völker, sondern der gesamten Menschheit. Die Suche nach Lösungsmöglichkeiten für den Klimawandel, den globalen Verlust an Biodiversität sowie die Übernutzung der Ressourcen lenkt immer stärker die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der indigenen Strategien für eine nachhaltige Entwicklung.
Das Überleben indigener Völker ist weltweit jedoch zunehmend gefährdet. In vielen Regionen der Erde werden Ökosysteme zerstört und den dort lebenden Menschen die Lebensgrundlage entzogen. Die indigenen Völker der Regenwälder leiden unter illegaler Abholzung, der Ausweitung von Soja- und Palmölplantagen sowie der Förderung von Erdöl. Sie verlieren den Zugang zu ihrem Land, ihr Trinkwasser wird verseucht, Krankheiten breiten sich aus. Aber auch Anfeindungen durch die nicht-indigene Bevölkerung und der Zuzug von Siedlern zerstören ihre Lebensweise.
Tropenwälder sind nicht nur ein Lebensraum indigener Völker, als grüne Lungen schützen sie das Klima unserer Erde. Die Folgen des Klimawandels in den Regenwaldgebieten, Verschiebungen der Vegetationszonen oder Dürren, sind von der dort lebenden Bevölkerung deutlich zu spüren. Aus diesen Gründen sind Städte und Gemeinden in Europa im Rahmen des Klima-Bündnis eine Partnerschaft mit den indigenen Völkern des Amazonasgebietes eingegangen. Gemeinsam setzen sie sich für den Schutz des globalen Klimas ein. Die europäischen Kommunen verringern ihre Treibhausgas-Emissionen und die AmazonasbewohnerInnen kämpfen für ihren Lebensraum Regenwald. Das Klima-Bündnis unterstützt seit 15 Jahren indigene Organisationen durch Projektpartnerschaften vor Ort und bei ihrer politischen Arbeit. Die Mitglieder im Klima-Bündnis leisten somit einen Beitrag zur internationalen Anerkennung der Rechte indigener Völker.
Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis: "Die Strategien der indigenen Völker, die immer als veraltet und primitiv angesehen wurden, zeigen sich immer deutlicher als zentrale Elemente für eine nachhaltige Strategie für den Erhalt der Ressourcen und der Bekämpfung des Klimawandels. Schließlich haben sie die Regenwälder weltweit über Jahrtausende genutzt ohne sie zu zerstören und damit große Kohlenstoffspeicher erhalten, die jetzt geplündert werden.“
Die Öffentlichkeit soll auch in Europa weiter über die Rechte indigener Völker informiert werden. Gemeinsam mit weiteren Organisationen des ILO 169-Koordinationskreis und der Evangelischen Akademie Iserlohn veranstaltet das Klima-Bündnis vom 29. bis 31. August 2008 die Tagung "Indigene Völker und Biodiversität – ökologische Herausforderungen, indigene Rechte, politische und ökonomische Realitäten“. An der Veranstaltung nehmen indigene Gäste aus Ecuador, Kenia und den Philippinen teil: Tomás Alarcon, Joseph ole Simel und Joji Cariño.
Programm zur Tagung in Schwerte:
http://indigene.de/indigenenews.html







