(openPR) Innerhalb weniger Jahre ist die Aargauer Estech Gruppe mit 300 Mitarbeitern zu einem wichtigen Arbeitgeber im Mittelland geworden. Die Aussichten sind gut, dass die Gruppe ihre Position weiter ausbauen kann. Obwohl die Gruppe 30 Lehrlinge ausbildet, bereitet der Fachkräftemangel grosse Sorgen.
Der Maschinenbau und die Zulieferindustrie boomen. Davon profitieren auch Aargauer Unternehmen wie die Estech Gruppe mit Sitz in Seon. Verwaltungsratspräsident Ernst Sager ist mehr als zufrieden: «Wir haben den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um fast 150 Prozent steigern können.» Zur Holding gehören mit der Promec in Niederweningen, der Verzinkerei Wettingen, der Suter AG und Estech Engineering in Seon, der Sager AG, Menziken sowie der RCM Estech AG, Burgdorf, mittlerweile sechs Firmen. Insgesamt arbeiten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unternehmen, die als Zulieferer für die Maschinenbauindustrie tätig sind. Im letzten Jahr wurden 33 Millionen Franken umgesetzt und der Geschäftsverlauf des ersten Semesters lässt für das Jahr 2008 auf noch ein besseres Ergebnis hoffen. «Wir wollen den Umsatz beträchtlich steigern», sagt Sager. Es sieht gut aus. Mit den Neuakquisitionen und den Steigerungen der einzelnen Firmen wird sich der Umsatz verdoppeln und gegen 70 Millionen Franken erreichen. Anfang Juni hat das Unternehmen die Übernahme der Teile- und Komponentenfertigung des Landmaschinenherstellers Aebi in Burgdorf bekannt gegeben, in der 90 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beschäftigt sind.
Investoren mit langfristigen Zielen
Mit der Estech Gruppe ist in den letzten Jahren im Mittelland eine bedeutende Industriegruppe auf Expansionskurs entstanden. «Wir setzten darauf, Firmen zu übernehmen, bei denen die Nachfolgefrage offen ist oder die nicht mehr in das Portfolio ihrer Besitzer passen», sagt Daniel Hacksteiner, Mitglied des Verwaltungsrats der Gruppe und Geschäftsführer der Suter AG in Seon. Dabei ist die Gruppe an einer nachhaltigen Wachstumsstrategie interessiert. «Firmen, die wir übernehmen, sollen sich gut entwickeln», erklärt Hacksteiner. Anders als Finanzinvestoren, die rasch aus ihrem Engagement wieder aussteigen wollen um Kasse zu machen, setzt die Gruppe auf Langfristigkeit. Ziel ist es, einen wirtschaftlich starken Industrieverbund aufzubauen, der für seine Kunden im Maschinenbau ein umfassendes Dienstleistungsspektrum anbietet. «Wir wollen unsere Unternehmen und Beteiligungen langfristig weiterentwickeln», sagt Lars Wiese, der ebenfalls Mitglied des Verwaltungsrats der Estech Gruppe ist und die Tochterfirma Promec führt.
Schnell Kasse zu machen ist nicht im Interesse der Unternehmer. Seit Beginn war es die Philosophie der Estech Gruppe, mit kleinen Unternehmenseinheiten zu operieren. Als Holding Gesellschaft verfügt sie über einen starken Verwaltungsrat mit kompetenten Mitgliedern, die den Gesellschaften eine ganze Reihe unterschiedlichster Berufsdisziplinen und Erfahrungen zur Verfügung stellen. Gleichzeitig sind alle Mitglieder des Verwaltungsrates massgeblich am Aktienkapital beteiligt. «Das bedeutet, dass bei uns das Management ein echtes unternehmerisches Risiko trägt», sagt Ernst Sager. Das ist die Gewähr, dass es alles tut, um den Erfolg der Gruppe langfristig zu sichern und als Arbeitgeber attraktiv zu sein.
Lehrlingsmangel aktiv angehen
Im Moment läuft die Konjunktur noch auf Hochtouren und die Kunden der Estech, die Firmen aus dem Bereich Maschinenbau, erleben einen Boom wie seit langem nicht mehr. Auf den ersten Blick sind das rosige Aussichten für die Zulieferindustrie. Doch mittlerweile kommen viele Unternehmen an die Grenze ihrer Kapazität. Um das Wachstum bewältigen zu können, müssen mehr Fachkräfte her. Doch an denen fehlt es. «Um langfristig erfolgreich zu sein, muss mehr für die Lehrlingsausbildung getan werden», sagt Sager. Wer heute an der Ausbildung spare, müsse sich in Zukunft nicht wundern, wenn die qualifizierten Leute fehlten, mit denen man das Wachstum «stemmen» könne. Die Firmen der Estech Gruppe investieren deshalb stark in die Lehrlingsausbildung. In den Unternehmen werden derzeit über 30 Lehrlinge ausgebildet. «Wenn es uns gelingt, den Nachwuchs, den wir brauchen, auch tatsächlich auszubilden, haben wir als Schweizer Unternehmen eine bessere Chance langfristig erfolgreich zu sein.»








