(openPR) Beharrlich weigert sich der Vatikan, sich dem Thema insbesondere der PEG-Sondenernährung aus fachlicher Sicht anzunehmen, wie nicht zuletzt einmal mehr der aktuelle Fall in Italien dokumentiert.
Immer noch wird die Mär verbreitet, dass mit der Einstellung der künstlichen Ernährung der Patient verhungere und verdurste. Dem ist mitnichten so und es kann nur vermutet werden, dass das Beharren hierauf lediglich der zweifelhaften These von der „Heiligkeit des Lebens“ geschuldet ist.
Ungeachtet dessen ist darauf hinzuweisen, dass die künstliche Ernährung nicht (!) zur Basisbetreuung zählt, sondern vielmehr nur das entsprechende Lindern des Hunger- oder Durstgefühls. Mag auch die katholische Kirche für sich den Status einer moralischen Autorität reklamieren, so entbindet doch die Berufung hierauf nicht von der Verpflichtung, sich den Einsichten medizinisches Basiswissens zu öffnen. Es ist ein echtes Ärgernis, wenn die Lehrmeinung der katholischen Kirche mehr oder minder bewusst medizinische Erkenntnisse ausblendet, wenn es darum geht, in einer Wertedebatte auch fachlich Stellung beziehen zu müssen. Mag der Glaube auch „Berge“ versetzen, so wenig wird er allerdings die gesicherten medizinischen Erkenntnisse in Frage stellen können.
Lutz Barth









