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SdK contra Wirecard – Jetzt wird scharf geschossen

(openPR) Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V. (SdK), Markus Straub, zieht Konsequenzen aus der Auseinandersetzung mit dem Internet-Finanzdienstleister Wirecard und legt sein Ehrenamt nieder. Der stellvertretende Vorsitzende der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger soll sich durch Kursmanipulation bereichert haben. Straub gab sein Amt als stellvertretender Vorsitzender und Vorstand zurück. Er war seit 1995 Sprecher der SdK, 1999 wurde er in den Vorstand gewählt. 2000 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden berufen. Wirecard und SdK hatten sich in den vergangenen Tagen einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Die SdK hatte dem Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens unter anderem vorgeworfen, die Konzernrechnungslegung 2007 sei in verschiedenen wesentlichen Punkten unvollständig und irreführend. Bereits zuvor hatte die SdK unter anderem Aktionären empfohlen, Abstand von der Aktie zu nehmen. Seit Ende Juni hatten Wirecard-Aktien nach kritischen Äußerungen der SdK massiv an Wert verloren. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück und erstattete selbst Anzeige gegen die Aktionärsschützer wegen Insiderhandel und mittäterschaftlicher Marktmanipulation. Hintergrund der Vorwürfe war, dass Straub eine sogenannte Short-Position in Wirecard-Aktien aufgebaut habe, mit der er vom erheblichen Kursverfall der Wirecard-Aktie profitiert habe. Dadurch sei auf fallende Kurse bei Wirecard gesetzt worden, nachdem er sich laut SdK intensiv, außerhalb seiner Tätigkeit für die SdK mit Wirecard beschäftigt hatte. Ein Leerverkauf stellt den Verkauf von Wertpapieren, Waren, Devisen, Optionen und Futures-Kontrakten im Kassa- oder im Termingeschäft, die sich noch gar nicht im Besitz des Verkäufers befinden, dar. Häufig besteht dabei die Absicht, sie später billiger erwerben zu können und an der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis zu verdienen (Differenzgeschäft). Aus einem Leerverkauf (Short-Sale) entsteht eine sogenannte Short-Position. Straub habe Medienberichten zufolge mit Finanzgeschäften in rund sieben Wochen knapp eine Million Euro verdient. Die BaFin ermittele nun gegen Straub wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Wertpapierhandelsgesetz. Die Vorwürfe gegen Wirecard seien nach deren Stellungsnahme nicht begründet. Laut Wirecard seien alle durch den SdK-Vorstand Klaus Schneider auf der Hauptversammlung der Wirecard AG gestellten Fragen ausweislich des notariellen Protokolls der Hauptversammlung vollumfänglich beantwortet worden. Ein zwischen Dr. Markus Braun, dem Vorstandsvorsitzenden von Wirecard AG, und dem Vorstand der SdK e.V., Klaus Schneider, vereinbartes Gespräch sei von Schneider nicht wahrgenommen worden. Wirecard wirft der SdK vor, dass die Motivation der SdK im Hinblick auf die Verbreitung aus Sicht von Wirecard unrichtiger und kursschädigender Informationen und die Behauptung angeblich unaufgeklärter Sachverhalte von finanziellem Eigeninteresse der handelnden Vorstände geprägt gewesen sei. Der Vorstand der SdK habe gegenüber Wirecard-Vertretern selbst eingeräumt, im Vorfeld der Hauptversammlung bereits Mitte Mai 2008 erstmals auf sinkende Kurse gesetzt zu haben und in der Folge wiederholt entsprechende Geschäfte getätigt zu haben. Zusätzlich seien Leerverkäufe in erheblichem Ausmaß getätigt worden. Wirecard nimmt an, dass dadurch Gewinne im zweistelligen Millionenbereich erzielt worden sind. In der Folge hat Wirecard bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Staatsanwaltschaft beim Landgericht München I Strafanzeige gegen die SdK, ihren Vorstand und dritte Tatbeteiligte u.a. wegen mittäterschaftlicher Marktmanipulation und Insiderhandel eingereicht. Verschiedene Großaktionäre von Wirecard bereiten den Angaben zufolge derzeit eine Klage in dreistelliger Millionenhöhe aufgrund der durch die Marktmanipulationen entstandenen Schäden gegen die SdK, ihre Organe und weitere Beteiligte vor. Die SdK wirft Wirecard irreführende Informationen in der Bilanz vor und hat eine Nichtigkeitsklage gegen Hauptversammlungsbeschlüsse des TecDAX-Konzerns eingereicht.

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