(openPR) Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat ein Projektkonsortium unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering (IESE) beauftragt, im Rahmen einer wissenschaftlichen Begleitstudie Methoden und Lösungsvorschläge für effiziente organisationsübergreifende Prozesse zwischen Wirtschaft und Verwaltung zu erarbeiten. Im Zentrum stehen dabei die Informations- und Meldepflichten von Arbeitgebern, die zukünftig durch IT und durchgängige Prozesse unterstützt werden sollen – für eine effizientere Verwaltung und zum Nutzen der beteiligten Unternehmen. Die jetzt beauftragte Begleitstudie ist eine von drei Studien, die sich mit den Prozessen zwischen Wirtschaft und Verwaltung beschäftigen. Neben dem Fraunhofer-Institut IESE (Projektleitung) sind die Fraunhofer-Institute FOKUS und SIT sowie die Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung (provet) im Institut für Informationstechnik-Gestaltung (ITeG) der Universität Kassel, die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH, :::tsm total-sourcing-management, die ESG Consulting GmbH sowie die Beiten Burkhardt Rechtsanwaltsgesellschaft mbH an dem Projekt beteiligt. Die Laufzeit des Projekts geht von Juni 2008 bis Februar 2009.
Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Methodenhandbuchs, das Behörden und privatwirtschaftliche Unternehmen gleichermaßen bei der Konzeption und Realisierung effizienter, organisationsübergreifender Prozessketten unterstützt. Die Anwendbarkeit der im Handbuch definierten Methoden in der Praxis soll durch die Erarbeitung konkreter Lösungsvorschläge zur Optimierung und IT-Unterstützung exemplarischer Prozessketten aus dem Bereich der Informations- und Meldepflichten für Arbeitgeber nachgewiesen werden. Zudem werden Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der optimierten Prozessketten und zum Einsatz der erarbeiteten Methoden und Lösungen auch in Anwendungsbereichen jenseits des Informationsaustauschs zwischen Arbeitgebern und öffentlicher Verwaltung erarbeitet.
Das Projekt ist eine Ergänzung des Handlungsfeldes Prozessketten des von der Bundesregierung beschlossenen Programms E-Government 2.0 aus wissenschaftlicher Sicht. Ziel des BMI ist es, wissenschaftliches Know-how der unterschiedlichsten Forschungsgebiete in die interdisziplinäre Gestaltung und Umsetzung von durchgängigen Prozessketten zwischen Unternehmen und Verwaltungen einzubeziehen, um für den Standort Deutschland die elektronische Abwicklung von Behördenkontakten der Wirtschaft effizient auf dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Technik zu realisieren.








