(openPR) Das World Wide Web Consortium (W3C) veröffentlichte bereits im Jahr 2002 die Spezifikationen zur Web Ontologiesprache (OWL). Auf dieser Basis lassen sich komplexe Zusammenhänge im Internet abbilden, wie es im „Web 2.0“ nur simulativ und spartanisch praktiziert wird. Jetzt wurden die ersten Internetanwendungen veröffentlicht, welche den Standard vollumfänglich unterstützen. Vor dem Hintergrund des technischen Fortschrittes könnten solche Applikationen bald eine schnelle Verbreitung erfahren und das Internet hinsichtlich seiner Anwendungsmöglichkeiten revolutionieren.
Das Internet schreit nach Veränderung. Ob ferngesteuerte Kaffeemaschinen, intelligente Kühlschränke oder dynamische Internetanwendungen – auf Grund der Beschränkung des Internetprotokoll Version vier (IPv4) von vier Milliarden IP Adressen, können vielerlei Innovationen technisch noch nicht ausgeschöpft werden. Die Entwicklungen bedrängen damit den Durchbruch des IPv6, welches 340 Milliarden IP Adressen unterstützt und von neueren Betriebssystemen bereits unterstützt wird. Auch Internetanwendungen partizipieren von diesem Fortschritt. Während Informationen, wie Blogs, Tags, Fotos oder Videos augenblicklich noch zentralisiert auf einem Server abgelegt sind, könnten jene Elemente schon bald mit einer eigenen IP Adresse eine eindeutige Zuordnung erhalten und sich in der Bindung zum Mutterportal lösen. Dadurch ergibt sich ein strukturiertes Arrangement von Informationen, welches durch die Web Ontologiesprache, wie in folgendem Beispiel definiert werden kann (branchentypisch spricht man vom semantischen Web 3.0): Ein Beitrag über eine Automarke in einem Blog enthält Informationen zum Hersteller und Fahrzeugtyp. Mit Hilfe dieses simplen Informationsgeflechtes können nun weltweit alle Blogbeiträge dargestellt werden, die zu genau diesem Hersteller und/oder diesem Fahrzeugtyp existieren. Damit löst sich jeder Blogbeitrag vorübergehend vom Mutterportal (welches der Verfasser genutzt hat, um den Beitrag zu veröffentlichen). Interessenten könnten dann auf dem jeweiligen Ausgangsportal recherchieren, in der Annahme, weitere relevante Informationen zu entdecken. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist Web 3.0 vor allem hinsichtlich des Marketings interessant. Unternehmen, die Ihre Internetanwendungen bereits jetzt mit OWL Unterstützung aufwerten, könnten schon bald von diesem Effekt partizipieren.
Die Newsmax Medien GmbH hat über zwei Jahre hinweg zu Forschungszwecken eine Applikation entwickelt, welche auf OWL und IPv6 stützt. Auf dieser technischen Basis wurden jetzt die ersten Internetportale aufgesetzt, um die neuen Möglichkeiten der Vernetzung zu demonstrieren. Idealerweise entwickelte man fünf zielgruppenspezifische Communities. Hierzu zählen studijack.de (Studenten), schuelerjack.de (Schüler), championjack.de (Vereine), businessjack.de (Geschäftskontakte) und friendjack.de für allgemeine Kontakte zwischen Freunden. Newsmax sucht jetzt per Auktion einen Betreiber der noch unlebendigen Portale, da man sich nicht selbst um die Vermarktung und den Betrieb kümmern, sondern die technischen Innovationen am lebenden Beispiel untersuchen will.








