(openPR) "Die bayerische Staatsregierung setzt mit dem heute beschlossenen Innovationspaket 'BayernFIT - Forschung, Innovation, Technologie' die richtigen Impulse für die Weiterentwicklung des Freistaats", so IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans F. Trunzer. "Allerdings ist das Gesamtergebnis für Oberfranken unbefriedigend", der Regierungsbezirk erhalte nur 28,75 von insgesamt 490 Millionen Euro. "Damit steht Oberfranken mit der Oberpfalz am Ende aller bayerischen Regierungsbezirke", stellt der IHK-Hauptgeschäftsführer fest.
Jedes der von der Bayerischen Staatsregierung im Bezirk unterstützten Leuchtturmprojekte stärke den Wirtschaftsstandort Oberfranken, so Dr. Trunzer. Ein wichtiger Impuls sei der Ausbau der Universität Bayreuth im Bereich Polymerwissenschaften und die weitere Förderung der neuen Materialien.
Ernüchtert zeigt sich Dr. Trunzer dagegen über die 3,5 Millionen für die beiden FraunhoferArbeitsgruppen in Bayreuth. Die Staatsregierung habe die Arbeitsgruppen selbst als Keimzelle für weitere Fraunhoferinstitute bezeichnet, "bis dahin ist es nach der heutigen Entscheidung jedoch noch ein langer Weg".
Die Förderung des Technologiezentrums der Handwerkskammer sei wichtig für den Automobilstandort Oberfranken. Auch durch den Neubau eines Instituts für Informationssysteme an der Hochschule Hof und die Förderung des Designstandortes Coburg würden vorhandene Kompetenzen gestärkt. Potenzial stecke auch in der angekündigten Unterstützung durch das interdisziplinäre Verbundprojekt "Smart Materials" und die Förderung moderner Produktionstechniken in Nordbayern.
Allerdings zeige das insgesamt unbefriedigende Abschneiden Oberfrankens, dass es in der Region an einer abgestimmten Entwicklungsstrategie fehle. "Wenn wir alle an einem Strang gezogen hätten, wäre bei der Verteilung der Transrapidmillionen mehr drin gewesen. Damit wird einmal mehr deutlich, wie wichtig ein strategisches Entwicklungskonzept für Oberfranken ist", so der IHK-Hauptgeschäftsführer.

