(openPR) Das Förderprogramm zum Ausbau der regionalen Breitbandinfrastruktur war zentrales Thema bei der regionalen Breitbandmesse Oberfranken, die in Lichtenfels stattfand. Das Bayerische Wirtschaftsministerium informierte über Inhalt und Umsetzung der Förderrichtlinie. Zahlreiche Unternehmen präsentierten im Rahmen der Messe neue Technologien und mögliche alternative Breitbandlösungen. In seiner Begrüßung bezeichnete der gastgebende Landrat Reinhard Leutner die Breitbandinfrastruktur als "…genauso wichtig wie Autobahnen."
"Die Verfügbarkeit schneller Internetanschlüsse ist mittlerweile zu einem entscheidenden Standortfaktor für die Kommunen geworden", so Dr. Hans F. Trunzer, Hauptgeschäftsführer der IHK für Oberfranken Bayreuth in seiner Begrüßung. Mittelständische Unternehmen, Freiberufler und auch junge Familien seien heute auf eine leistungsfähige Versorgung mit Internetanschlüssen angewiesen. Gemeinsam mit den Partnern in der Breitbandinitiative Bayern setzt sich die IHK für Oberfranken Bayreuth deshalb seit mehreren Jahren dafür ein, dass ein schneller Zugang zu den Datenautobahnen in ganz Bayern verfügbar wird.
Ein entscheidender Schritt in diese Richtung ist das von der Staatsregierung beschlossene Förderprogramm zur Schaffung der notwendigen Infrastruktur, das aktuell von der Europäischen Kommission genehmigt wurde. Dr. Johann Niggl vom Bayerischen Wirtschaftsministerium hatte gute Nachrichten für die Kommunen mitgebracht. "Jeder vernünftige Antrag erhält eine Förderzusage." Niggl rief die Gemeinden auf, ihre "Hausaufgaben" in Form von Bedarfserhebungen zu machen. Denn für die Förderung sei eine Analyse der Ist-Situation und eine Bedarfsprognose zwingende Vorraussetzung.
Helmut Burger, Breitbandreferent des Bayerischen Industrie- und Handelskammertages (BIHK), stellte den Bürgermeistern und Verwaltungsmitarbeitern den Service des Portals www.breitband.bayern.de vor. Über diese Seiten können Kommunen ihren Breitbandbedarf eingeben, der dann in digitale Flurkarten umgesetzt wird. Dies sei eine entscheidende Hilfe bei der Antragsstellung.
Überdurchschnittlich viele Breitbandpaten in Oberfranken
Eine positive Bilanz der Breitbandinitiative Oberfranken zog Jens Korn, zuständiger Referent der IHK für Oberfranken Bayreuth. Die Initiative habe in über 43% aller oberfränkischen Kommunen so genannte Breitbandpaten. Damit liege man über dem Landesdurchschnitt. Die Paten sollen den Ausbau der Breitbandinfrastruktur vor Ort vorantreiben. Bei den Erwartungen an die Förderung sei ein realistischer Blick gefragt. Rein rechnerisch erhalte jede oberfränkische Kommune, die bereits Bedarf angemeldet hat, 21.000€. Deshalb müsse man über Alternativen zu den kostenintensiveren Kabellösungen nachdenken. Insbesondere Funklösungen dürften nicht von vornherein ausgeschlossen werden.
Mit über 100 Teilnehmern fand in Oberfranken die bislang größte Regionalmesse in Bayern statt. "Dies belegt deutlich, welch hohen Stellenwert das Thema Breitband in der Region innehat", freut sich Trunzer. Die in den vergangenen Jahren von der Breitbandinitiative geleistete Lobbyarbeit sei auf fruchtbaren Boden gefallen.
Wussten Sie schon, dass…
…61% aller jungen Menschen in Oberfranken ihre Ausbildung in IHK-Mitgliedsbetrieben absolvieren?
…64% aller oberfränkischen Beschäftigten in IHK-Mitgliedsbetrieben tätig sind?
…66% aller oberfränkischen Existenzgründer Mitgliedsbetriebe der IHK gründen?
…70% aller oberfränkischen Betriebe Mitglied der IHK für Oberfranken sind?







