(openPR) Praxis-Tipp
Finish ohne Memory-Effekt
Produkte, Technik und Kontrolle. Wie Lackierer matte Fehlstellen rückstandfrei vermeiden. Plötzlich ist sie wieder da: Die gestern noch auspolierte matte Fehlstelle auf dem frisch lackierten Kotflügel taucht wie aus dem Nichts wieder auf. Durch den so genannten Memory-Effekt hat der Lack scheinbar über Nacht an Glanz verloren. Was ist passiert? „Schuld ist eine Politur, die nur mit Füllstoffen arbeitet“, stellt Gregor Bogdanski klar, Anwendungsspezialist bei der CLEAN COMPANY. Der Fachmann vom Lackspezialisten aus Heilbronn weiter: „Der Effekt tritt vor allem bei High Solid Klarlacken auf. Ein wesentlicher Grund: „Der höhere Festkörpergehalt des Lackes erschwert die Polierbarkeit.“ Poliermittel, die füllstoffhaltige Gleitmittel enthalten und Schleifmittel mit geringem Härtegrad oder falscher Abstimmung tragen zum Memory-Effekt bei.
Zum Hintergrund: Während des Polierens hat sich der Lack nur optisch verändert. Die raue Oberflächenstruktur, die ausgefransten Kanten der mikrofeinen Kratzer sind nicht wirklich oder nur teilweise abgetragen worden. Diese winzigen Riefen sorgen dafür, dass die Lackoberfläche plötzlich wieder matt erscheint. Werden sie nicht tatsächlich geglättet, sondern nur durch füllstoffhaltige Gleit- und Hilfsmittel in der Politur gefüllt, kommt die Fehlstelle wie von Geisterhand zurück, wenn die Politur trocknet und die polierte Stelle abkühlt. Das Finish des Kotflügels muss wiederholt werden. Das kostet Zeit und Geld. Der Praxis-Tipp des Spezialisten: „Verwenden Sie beim Finish gleich eine Politur ohne Füllstoffe, die die Kanten tatsächlich mechanisch abträgt“, erklärt Gregor Bogdanski. Neben den aufeinander abgestimmten Produkten genau so entscheidend: Die richtige Technik. „Schauen Sie beim Polieren nicht auf die Poliermaschine oder das Polierpad, sondern behalten Sie immer die Schleifstelle im Blick.“ Zum Schluss noch die Kontrolle: Mit dem Kontrollreiniger Clean Finish-Agent und einem weichen Mikrofasertuch werden die Polierreste vollständig entfernt. „Wenn der Lackierer nun keine Fehlstelle mehr sehen kann, kehrt der Memory-Effekt auch nicht mehr zurück“, heißt es bei CLEAN COMPANY in Heilbronn. Cc/rs












