(openPR) Die Künstler Heinz Herbrügger und Frank Reich durchleuchten den schönen Schein des Geldes. Ihre Ausstellung und eine limitierte Auflage der Originale exquisiter „ScheinBilder” stellen sie jetzt speziell Banken und Sparkassen zur Verfügung. Neben einzelnen exotischen Währungen, der D-Mark-Serie und längst vergangenen Noten aus der Euro-Zone widmen sich die Künstler jetzt der Euro-Währung. Durch künstlerische (Ver)fälschung erhöht sich der pekuniäre Wert. Eine Spurensuche beginnt.
Die ScheinBilder entstanden durch Vorlagen der Original-Geldscheine in einem einfachen wie direkten fotografischen Verfahren. Bei den Arbeiten handelt es sich um Colorvergrösserungen in kleinster Auflage. Die jetzt ausgearbeitete Exposition zeigt diese „ScheinBilder” im Original.
Der Geldschein, ein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens, der durch jede Hand geht. Wie kein anderes Ding wechselt er den Besitzer, ohne an Wert zu verlieren. So gehört er allen und doch keinem. Doch das Geld entrückt in einen virtuellen Raum. Durch Verwendung bargeldloser Zahlungsmöglichkeiten wird es nicht mehr greifbar, fühlbar, sinnlich erfahrbar. In dieser von numerischen Codes geprägten Gesellschaft wird Bargeld vielleicht schon bald nur noch in den Kisten und Kästen von Sammlern oder in Museen zu bewundern sein. Viele europäische Währungen sind in die Vergangenheit entrückt, um die europäische Wirtschafts- und Währungsunion zu vervollkommnen. Die ihr jeweiliges Codesystem definierende Gesellschaft
repräsentiert sich im äußeren Erscheinen ihrer Währung. So gibt jeder Geldschein in seiner Eigenschaft als Zahlungsmittel auch Auskunft über die Identität einer Kultur. Fast könnte man sagen, er sei die Visitenkarte eines Landes. Abbilder von großen Ereignissen der
Geschichte und Besonderheiten aus der Natur eines Landes sowie wichtige Personen und typische Bauwerke prägen die Scheinbilder, wie einst die Köpfe von Herrschern die von ihnen geprägten Münzen. Diese Gestaltung definiert den Wert, dient der Codierung,
soll ihn unnachahmlich, fälschungssicher machen. Der Euro prägt jetzt die Identität Europas und erfüllt diese Aufgabe vorzüglich.
Wie alles hat auch der Geldschein zwei Seiten. Durch seine Transparenz ist die Harmonie dieser beiden Oberflächen von gestalterischer Wichtigkeit. In der vorliegenden konzeptionellen Arbeit, die auf die generative Fotografie Bezug nimmt, ist diese Transparenz ebenso von großer Bedeutung. Mit fotografischen Mitteln reduzieren die Künstler die zwei Ebenen zu einem Bild. Das führt zu einer neuen Ästhetik, die den Geldschein um so geheimnisvoller und malerischer erscheinen lässt. Durch die Umkehr der Farb- und Tonwerte
entfremdet sich das Abbild vom Original und in Folge der Vergrösserung wird es aus seinem herkömmlichen Format erlöst, um auch die kleinen und verborgenen Details zu erschließen.
Die Arbeit „ScheinBilder” ist Bestandteil der Kunstsammlungen der NORD LB und der Volksbank Frankfurt/M.
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Über das Unternehmen
FRANK REICH
1971 in Salzwedel
1988-1990 Studium der Kunstwissenschaften und Germanistik an
der Humbold-Universität zu Berlin.
1990-1993 Reisen und Reportagen
1993 - 2000 Studium an der Fachhochschule Bielefeld, Fachbereich Design, Fachrichtung
Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Foto- und Film
bei Prof. Jürgen Heinemann und Prof. Gottfried Jäger,
Arbeit als freier Fotograf, Reisen und Reportagen
seit Studienabschluss freie künstlerische Tätigkeit
seit Januar 2001 - freie künstlerische Arbeit
april 2004 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler Halle (VbK)
Ausstellungen und Projekte:
- 1996 - "Berufsbild" - Kunst im Arbeitsamt (Klötze)
- 1997 - "Junge Deutsche Nachwuchsfotografie", Fototage Herten
- 1998 - BOGE-Kunstfabrik, offene Ateliers, Bielefeld
- 1999 - "24 Stunden Bielefeld", Galerie im Bunker, Bielefeld
- 2000 - "Images against war", Galerie Lichtblick Köln
- 2001 - Fototage Herten
- 2000 -2003 - "Lob der Oberflächlichkeit", Wandinstallation FH Bielefeld
- 2002 - "Drei Unbekannte", Ausstellungshalle Mönchskirche Salzwedel mit H1 Herbrügger (Hamburg) und Thorsten Möller (Bielefeld)
- Okober 2004 - "Zeitgleich/Zeitzeichen", Haus Dacheröden Erfurt
- Oktober 2004 - Sonderausstellung "Das Kapital", Jenny-Marx-Museum Salzwedel
- Februar 2005 - bbk-Galerie „abraxas”, Augsburg; Kunstwettbewerb „Aus allem etwas machen”; Jourierung mit der Arbeit „Das Kapital”
- März - April 2005 - "Ohne Konservierungsstoffe", Ausstellungsbeteiligung im Rahmen des Kunstwettbewerbes "Brot - Form und Symbol" des Deutschen Museums für Brotkultur Ulm
- Mai 2005 - Gruppenausstellung der neuen Mitglieder des BBK, Galerie Marktschlößchen, Halle/S. mit den Arbeiten "LehrReich" und "Brot & Spiele"- seit Juni 2005 - "Ohne Konservierungsstoffe" in der Klosterkirche Arendsee
- Juli 2005 - Seethen - "Gärten für den Augenblick"
2006 - Pixelbildinstallation/Lichtinstallation "Panis Angelorum", Eröffnungsausstellung des EuroLandArt-Festivals 2006
- 31.8.2007 - „For Mummy -Memorial for Englands Rose”, Pixelbild Lady Dianas aus 5670 Rosen im Europa-Rosarium Sangerhausen
- 13.3.2008 - „HANSESTÄDTE”, Gemeinschaftsausstellung von Salzwedeler und Lüneburger Künstlern in der E.ON-Zentrale in Salzwedel
- 31.5.2008 - „Arche Lohteich - Kunst aus der Altmark”, Ausstellung im Rahmen des 28. Internationalen Hansetages in Salzwedel, Speicher Lohteich, Salzwedel
- 13.6.2008 - „Ich wünsche mir für Sachsen-Anhalt…” - Performance der Künstlergruppe LEERREICH (Frank Reich & Monika Thoms) anläßlich der Eröffnung des Sachsen-Anhalt-Tages, Brunnen im Schloßgarten
Vorträge
März 2007 - „Virtuelle Realität und Kunst”, Vortrag am Fraunhofer IFF Virtual Development and Training Centre VDTC im Magdeburg
1. September 2007 - Laudatio zur Festwoche anläßlich des zehnjährigen Jubiläums des Künstler- und Stipendiatenhauses des Landes Sachsen-Anhalt, Kunst- und Ausstellungshalle Mönchskirche, Salzwedel
H1 HERBRÜGGER
geboren 1966 in Wiedenbrück/Westf.
1972-1976 Grundschule
1976-1982 Realschule
1982-1984 Höhere Handelsschule
1984-1986 Berufsausbildung zum Industriekaufmann
1987-1988 Bundeswehr
1988-1992 Studium der Wirtschaftswissenschaften an der GH Paderborn
1992-1993 Lehristitut für Grafik-Design (in Vorbereitung auf das Studium der
Visuellen Kommunikation)
ab September 1993 Studium der Visuellen Kommunikation an der FH Bielefeld
mit dem Schwerpunkten Foto und Film
1994 Erste Indienreise (Bombay, Goa, Kerala)
1995/96 Zweite Indienreise (Bombay, Goa, Kerala, Pondicherry, Karnataka)
1998 Ausstellung aus Anlass des 100 jährigen Bestehens der BERLITZ
Sprachschulen in Münster
Ausstellungsbeteiligung an der Ausstellung der Galerie „Zwischenraum” in den
Gebäuden der Ehemaligen Westfälischen Central Genossenschaft in Münster
Entstehung eines Fotoassays über den Schlachthof der Gebrüder Gocksch
Januar-März 1999 Dritte. Indienreise (Rajasthan, Bombay, Goa, Ellora, Vara-nasi, Bodhgaya, Dehli)
Entstehung der Arbeit „Indian Truckdrivers”, Beginn der Arbeit an meinem
Diplomthema “Auf der Suche nach den Ursprüngen des Buddhismus in Indien”
Juni 1999 Abschluß und Ausstellung der Diplomarbeit mit dem Titel
„SEM SAMPO - 21 Portraits tibetischer Mönche”
- freier Fotograf & Künstler