(openPR) Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) hat bei ihrer 35. Jahrestagung (23./24. Mai 2008) in Berlin Herrn Professor Dr. Helmut Gohlke vom Herz-Zentrum Bad Krozingen mit der Beckmann-Medaille ausgezeichnet.
Mit der Beckmann-Medaille zeichnet die DGPR seit 1989 Persönlichkeiten aus, die sich um die Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen besonders verdient gemacht haben. Die mit dem 100. Geburtstage des Namensgebers Dr. Dr. Peter Beckmann zusammenfallende Auszeichnung ist Ausdruck des Respektes vor dem Wirken des am Herz-Zentrum Bad Krozingen als Chefarzt der Klinischen Kardiologie II verantwortlichen Vorstandsmitglieds der Deutschen Herzstiftung und medizinischen Leiters der Herzwoche.
Als Pionier der heute geltenden Raucherschutzgesetzgebung hat sich Prof. Gohlke auf Bundesebene für Rahmenbedingungen zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt und zur Änderung des Lebensstils motiviert. Bereits mit seiner im Jahre 1983 vorgelegten Habilitationsarbeit hat Prof. Gohlke festgestellt, dass 95 % der Herzinfarkt-Patienten unter 40 Jahren Raucher sind. In den Folgejahren hat er mit seinem Team vom Herz-Zentrum Bad Krozingen in einer kontrollierten Studie nachgewiesen, dass die gesundheitliche Aufklärung von Schülern und Schülerinnen in der 7. Klasse das Rauchverhalten günstig beeinflussen kann. Er hat sich für die Einrichtung von rauchfreien Schulen eingesetzt und bis heute unbeirrbar auf die gesundheitlichen Schäden des Rauchens hingewiesen. Von der um sechzig bis fünfundsiebzig Prozent niedrigeren Infarktrate bei Nie-Rauchern bis zum Hinweis, dass die Anzahl der Todesfälle als Folge des Rauchens 15-mal höher ist als die Anzahl der Verkehrstoten. Auch das Aufzeigen, dass Passivrauchen jedes Jahr zu mehr als 3.000 Todesopfern führt, hat schließlich zum erhofften Bewusstseinswandel beigetragen.











