(openPR) Anlässlich des Jubiläums veröffentlicht der Verlag erstmals den kompletten Briefwechsel zwischen Friedrich Ernst Fehsenfeld und Karl May
Bamberg, Juli 2008: Im Jahr 1911 war es, als Karl May gegenüber Dr. Euchar Albrecht Schmid den Satz geäußert haben soll: „Sie sollten mein Verleger werden.“ Am 01. Juli 1913, gut ein Jahr nach Mays Tod, wurde ihm dieser Wunsch erfüllt: Die Witwe des Schriftstellers, Klara May, gründete gemeinsam mit Dr. Euchar Albrecht Schmid sowie dem Erstverleger Friedrich Ernst Fehsenfeld in Radebeul bei Dresden den Karl-May-Verlag. Heute feiert der in dritter Generation von der Familie Schmid geleitete Verlag sein 95. Jubiläum und nimmt dies zum Anlass für eine besondere Veröffentlichung: Den zweiten Band des Briefwechsels zwischen Karl May und Friedrich Ernst Fehsenfeld - seinem damaligen Verleger und eben Mitbegründer des Karl-May-Verlags.
Heute ist Karl May der meistgelesene Schriftsteller deutscher Sprache und 42 Sprachen übersetzt worden (zuletzt erschien eine kurdische Ausgabe im Irak). Doch das war nicht selbstverständlich und es ist in erster Linie der engagierten Arbeit des Karl-May-Verlags zu verdanken, dass Mays Popularität zu neuer Blüte kam und bis ins 21. Jahrhundert überdauert hat. Kurz nach dem Tod Mays sah sich der Verlag mit dem schwer beschädigten Image des Autors konfrontiert. Er wurde kritisiert und verspottet, die Verkaufszahlen befanden sich auf stetiger Talfahrt. Der Verlag konnte sich nach und nach die weit verstreuten Rechte an den Werken Mays sichern und begann mit der Fortführung und Erweiterung der legendären „grünen Bände“. Es gelang dem Unternehmen in Folge, das Ansehen seines sächsischen Namensgebers durch eine wohlüberlegte und konsequente Verlagspraxis in allen Bereichen wiederherzustellen.
Kontinuierlich gibt der seit den 60er Jahren in Bamberg ansässige Karl-May-Verlag neben neuen Titeln der „Gesammelten Werke“ Karl Mays auch viele Sonderbände, Reprints, Fachliteratur, Hörbücher und Bücher für Kinder und Jugendliche sowie zahlreiche Fanartikel rund um den Radebeuler Fabulierer und dessen Lebenswerk heraus. Zu seinem 95. Jubiläum komplettiert der Verlag den Briefwechsel mit Friedrich Ernst Fehsenfeld, wobei das nun erscheinende zweite Buch zugleich den Band 92 der Werkausgabe darstellt.
Bernhard Schmid, Verleger des Karl-May-Verlags, erklärt: “Wir sind stolz darauf, dass wir den zweiten Band des Briefwechsels passend zu unserem Jubiläum präsentieren können. Denn es ist nicht nur ein außergewöhnliches Andenken an unseren Vorgänger Fehsenfeld und Karl May, sondern gleichzeitig ein anschaulicher Beleg dafür, dass sich unser Verlag dank zahlreicher Neuerscheinungen nach wie vor höchster, literarischer Vitalität erfreut.“
Der bereits erschienene erste Band der Briefe reicht von 1891 bis1906, der zweite schließt daran an und geht bis ins Jahr 1912. Die nicht immer spannungsfreie Korrespondenz illustriert eindrucksvoll die einzigartige Beziehung zwischen den beiden Männern mit all ihren Höhen und Tiefen. Fehsenfeld begründete zusammen mit seinem Vetter Felix Krais die bis heute vielgeschätzte und berühmte „grüne Reihe“. Mit dem Erfolg von Mays Büchern, an dem Fehsenfeld maßgeblich beteiligt war, wuchs aber auch die Spannung zwischen den beiden – was nicht zuletzt auf die sehr unterschiedlichen Wesenszüge zurückzuführen ist: May lebte seine Fantasien, Fehsenfeld hingegen war ein bodenständiger und ehrgeiziger Geschäftsmann. Dennoch standen die beiden Männer sich immer loyal gegenüber. Auch in den für Karl May schwierigen letzten Jahren, als der Schriftsteller öffentlich diskreditiert wurde, trat der Verleger entschieden für seinen Freund und Geschäftspartner ein.
Dazu Bernhard Schmid: „Die unerschütterliche Treue meines Großvaters E. A. Schmid über Mays Tod hinaus zeigt, wie stark er an ihn glaubte. Und das zu Recht, wie der andauernde Erfolg zeigt. Auch der Karl-May-Verlag wird alles dafür tun, dass Karl May und seine Werke in der Zukunft weiterhin so lebendig bleiben, wie sie es heute sind!“













