(openPR) LEIPZIG (Ceto). –Nach ihrem steilen Anstieg am Freitagnachmittag aufgrund der gestiegenen Spannungen zwischen Israel und dem Iran, sowie der Shell-Förderausfälle in Nigeria nach Aufständischen-Angriffen auf das Bonga-Ölfeld, zogen die Rohölnotierungen heute Morgen weiter an. Die saudische Bereitschaft, die Förderung um 2,5 Millionen Barrel pro Tag zu erhöhen, falls Nachfrage bestehe, bewirkte wenig angesichts der geopolitischen Sorgen und Versorgungsängste. Außerdem kritisierten Marktteilnehmer, dass andere OPEC-Produzenten nicht ebenfalls Fördererhöhungen angeboten hätten. Außerdem rückt als preistreibende Kraft auch wieder der am Freitag deutlich gesunkene Dollar in den Blickpunkt, zumal ein neuer Zinsbeschluss der Fed am Mittwoch ansteht.
Bis zum frühen Nachmittag wandelte sich der Anstieg dann in einen schwankenden Handel. Dem kräftigen Anstieg folgte ein Preisrückgang, der aber gleich wieder von einer Befestigung abgelöst wurde. Von dieser Entwicklung war bereits die gesamte Vorwoche geprägt.
Die hohen Energiepreise liefern zunehmend schlechtere Stimmungen in der Wirtschaft. Damit gestaltet es sich nicht nur in Europa schwierig Zinserhöhungen durchzusetzen und so hat der USD-Kurs reflexartig an Boden gewonnen und gleichzeitig niedrigere Ölpreise produziert. Letzt genannter Nebeneffekt dürfte sich aber bald wieder nivellieren. Indes hat Wirtschaftsminister Glos „unzureichende Raffinerieverarbeitungskapazitäten" als Hauptgründe für zu hohe Ölpreise gebrandmarkt.
Die heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise legten heute zum Wochenanfang, nachdem es in der Vorwoche stets in kleineren Schritten Abwärts ging, mit einem Plus gegenüber Freitag in Höhe von rund einem Euro pro 100 Liter zu. Damit erfasste BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau heute einen Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., bei rund 94,50 Euro pro 100 Liter. Die Differenz zum letzten Jahreshoch vor zehn Tagen beträgt aber noch gut 2,50 Euro.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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