(openPR) Die Essener Landschaftsarchitekten Davids, Terfrüchte + Partner (DTP) haben sich mit ihrem Projekt "90 Grad – der Wupper zuwenden" durchgesetzt und den LandschaftsArchitekturPreis NRW 2008 gewonnen. Anfang Oktober übergibt NRW-Minister für Bauen und Verkehr Oliver Wittke die begehrte Auszeichnung des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) im Rahmen eines Festaktes an die Kreativköpfe aus dem Ruhrgebiet.
"90 Grad – der Wupper zuwenden" ist eine ganze Projektfamilie, mit deren Umsetzung die Stadt Wuppertal das Ziel verfolgt, den vernachlässigten Stadtraum entlang der Wupper durch neue Plätze, Balkone, Kanuanleger und den kürzlich eingeweihten Wupperstrand aufzuwerten und die Lebensqualität in der bergischen Metropole nachhaltig zu verbessern.
Das Urteil der Jury fiel einstimmig aus. Neben dem Teilprojekt "Schoolwalk" als robuste neue Freifläche im dicht bebauten Tal der Wupper bewerteten die Preisrichter vor allem die zugrundeliegende "90 Grad-Idee" von DTP als herausragend und lobten gleichzeitig die Fantasie, den Gestaltungswillen und die Courage der Planer und der Auftraggeber, sich diesen – vielfach auch technisch hoch problematischen Anforderungen – zu stellen.
Peter Davids, Mitbegründer von DTP, beschreibt den kreativen Ansatz der "90 Grad-Idee": "Es braucht häufig nur einen geringen Wechsel der Perspektive, um eine alltägliche Situation aus einem ganz neuen Blickwinkel sehen zu können. Damit die Wuppertaler ihren Alltagsweg mit neuen Augen wahrnehmen, um ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen, ihnen ihren Stadtfluss ins Bewusstsein zu rücken, stellen wir uns quer in den Weg, breiten quasi die Arme aus und lenken sie zur Wupper. 90 Grad steht für Zuwendung, anders schauen, Blickrichtungen ändern, Perspektiven wechseln. Keine Kehrtwende um 180 Grad, nur eine leichte Drehung."
Mit dem "Schoolwalk" wird eine "90 Grad-Wupperpromenade" an der Berufsschule Am Haspel realisiert. Der Raum wird geöffnet, Blickbezüge zur Wupper hergestellt und mit dem 8 m breiten und 120 m langen "Schoolwalk" ein farbiges Band von der nahen Bundesstraße B7 zur Wupper ausgerollt. Am Fluss faltet sich dieses zur Treppe auf, überwindet eine Fernwärmeleitung und endet als Aussichtspunkt über der Wupper. Pausenwürfel aus Betonwerksteinen begleiten den "Schoolwalk", integrierte Scheinwerfer legen eine Lichtspur zur Wupper. Auf der einen Seite mit einer Sitzmauer aus Betonwerksteinen mit Edelstahlkante eingefasst, bieten schiefe Rasenebenen vielfältige Orte zum Sitzen, perfekte Kanten zum Skaten, Ruheinseln inmitten des Trubels und den grünen Ring für Übermütige.













